Berlin : Ex-Chef der Berliner NPD unter Tatverdacht

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Nach dem rechtsextremen Angriff auf eine Lehrerin der RudolfVirchow-Oberschule in Marzahn gilt ein ehemals hochrangiger NPD-Funktionär als tatverdächtig. Nach Informationen des Tagesspiegels hat die attackierte Lehrerin in dem Film eines TV-Teams den früheren Bundesvorsitzenden der NPD-Nachwuchsorganisation „Junge Nationaldemokraten“ und Ex-Chef der Berliner NPD, Andreas S., wiedererkannt. Andreas S., der bei der Bundestagswahl als NPD-Kandidat antrat, soll der Mann gewesen sein, der am 12. September der Frau Wahlkampf-CDs der NPD entriss. Die Lehrerin hatte, wie berichtet, bei Schülern die CDs eingesammelt, nachdem sie von einem NPD-Trupp vor der Schule verteilt worden waren. Das Fernsehteam filmte die Rechtsextremisten, als sie mit den CDs bei der Oberschule auftauchten.

Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln wegen des Verdachts auf Raub. Schulsenator Klaus Böger hat sich bei der Lehrerin für ihre Zivilcourage bedankt und die Schulaufsicht zur Strafanzeige gegen den Angreifer veranlasst. Die NPD berichtet im Internet auch selbst von einer Auseinandersetzung mit der Lehrerin. Ein „NPD-Wahlhelfer“ habe der „Dame“ das „Diebesgut“ wieder abgenommen, heißt es auf der Homepage der Partei. fan

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