Ex-DDR-Rundfunkgelände : Neue Runde im Streit um Nebenkosten zu Nalepastraße

Die Firma Bau und Pratik will die aufgelaufenen Nebenkosten von über einer halben Million Euro nicht zahlen - und hat Berufung gegen das Urteil des Berliner Landgerichts eingelegt.

BerlinDer Streit um offene Nebenkosten zum ehemaligen DDR-Rundfunkgelände Nalepastraße geht in eine weitere Runde. Die Berliner Rechtsvertretung der Firma Bau und Praktik aus Jessen in Sachsen-Anhalt legte gegen ein Urteil des Landgerichts Berlin Berufung ein. Derzeit läuft die so genannte Berufungsbegründungsfrist.

Die Bau und Praktik war Ende April vom Landgericht Berlin zur Zahlung von knapp 528.000 Euro aufgelaufener Nebenkosten verurteilt worden. Laut Gericht schuldet die Firma als Zwischenerwerber diese Summe dem früheren Eigentümer, den neuen Bundesländern. Die ostdeutschen Länder hatten die offenen Kosten nach eigenen Angaben zwar übernommen, jedoch nur verauslagt.

Kultur- und Medienstandort geplant

Das Gelände in Berlin-Oberschöneweide im Bezirk Treptow-Köpenick war durch die Bau und Praktik im November 2005 für rund 350.000 Euro erworben worden. Das Kernareal mit den denkmalgeschützten Rundfunkbauten wurde im Juli 2006 für mehrere Millionen Euro weiter verkauft.

Erwerber ist der Ingenieur Albert Ben-David. Ben-David ließ inzwischen Teile der Bauten sanieren, um sie als Kultur- und Medienstandort wiederzubeleben. Derzeit beherbergt der Standort 90 feste Mieter. Kürzlich hatte Ben-David ein für die Nalepastraße konzipiertes Gastronomie-Konzept vorgelegt. Das Papier sieht die Schaffung mehrerer Restaurants und Bars vor. Parallel soll an der vorgelagerten Spree ein Biergarten entstehen. (mit ddp)

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