Berlin : Ex-Senator Lüder gestorben

Foto: Evelin Frerk
Foto: Evelin Frerk

Der langjährige FDP-Vorsitzende und ehemalige Wirtschaftssenator von Berlin, Wolfgang Lüder, ist tot. Er starb, wie gestern bekannt wurde, in der Nacht vom 18. auf den 19. August. Erst im März diesen Jahres hatten die Berliner Liberalen den 1937 in Celle geborenen Politiker für 50 Jahre Mitgliedschaft in der FDP geehrt. Er galt als Mann des Ausgleichs, der sich früh für die Ostpolitik von Willy Brandt (SPD) und Walter Scheel (FDP) engagierte, weil ihm die Einheit Deutschlands und Berlins immer am Herzen lag. Wolfgang Lüder war von 1971 bis 1981 Chef der Berliner Liberalen.

1975 wurde er in einer SPD/FDP-Koalition Wirtschaftssenator und im Juli 1976 auch stellvertretender Regierender Bürgermeister von Berlin. Anfang 1981 trat er wegen des Bürgschafts-Skandals um den Bauunternehmer Dietrich Garski zurück. Von 1987 bis 1995 war Lüder Abgeordneter des Bundestags und 1991 Autor des Berlin-Antrags, der den Umzug der Hauptstadt an die Spree einleitete. Zeitweise war Lüder auch stellvertretender Vorsitzender des Bundestags-Innenausschusses. Vom Land Berlin wurde ihm der Ehrentitel Stadtältester verliehen. In einem Nachruf der Berliner Liberalen heißt es: „Mit Wolfgang Lüder verliert die FDP einen kritischen Begleiter, mutigen Vorkämpfer und aufrichtigen Berater. Tsp

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