"Expertentag" beim Tagesspiegel : Zeit für die Zeitung

Zwölf Schulkinder waren zu Besuch beim Tagesspiegel. Sie lernten die Redaktion kennen und stellten jede Menge Fragen – sogar an einen echten Politiker. Lesen Sie hier, was am Expertentag geschah und sehen Sie jede Menge Bilder.

Das waren sie, die zwölf Teilnehmer des Expertentags 2013, samt zwei Tagesspiegel-Redakteurinnen.Weitere Bilder anzeigen
Foto: Kai-Uwe Heinrich
14.03.2013 23:00Das waren sie, die zwölf Teilnehmer des Expertentags 2013, samt zwei Tagesspiegel-Redakteurinnen.

Dass man aus einem Stapel Zeitungen prima eine kleine Höhle bauen kann, das hat Jesper schon ganz am Anfang vom Expertentag im Tagesspiegel herausgefunden. Im Laufe der nächsten Stunden haben er und elf weitere Kinder dann auch gelernt und ausprobiert, was es alles braucht, um eine schöne Zeitung zu machen: interessante Texte, Fotos, die echte Hingucker sind, Überschriften, die neugierig machen. Und eine Gelegenheit, Chefredakteur Lorenz Maroldt mit Chips und Stullen das Sofa vollzukrümeln, fand sich zum Glück auch.
In drei Gruppen machten sich die Nachwuchsreporter, ausgestattet mit Tagesspiegel-Namensschildern, auf den Weg: Fiona, Jesper, Josefine, Kaspar und Louis trafen Martin Delius, einen echten Piraten aus dem Berliner Parlament, und stellten ihm Fragen. Kasimir, Lucie und Mia begegneten vielen Menschen, die beim Tagesspiegel arbeiten, und fanden heraus, was die eigentlich tun und ob ihnen das Spaß macht. Und Bruno, Charlotte, Frederico und Nikita gingen raus auf die Straße, wie es sich für Journalisten von Zeit zu Zeit gehört, und machten eine Umfrage unter Berlinerinnen und Berlinern. Und zu welchem Thema? Da konnte es an diesem 14. März 2013 natürlich nur eines geben: Was denken die Menschen über Franziskus, den am Vorabend die Kardinäle in Rom zum neuen Papst gewählt haben?
Es ging ganz in Ruhe los, erst einmal bekam der Nachwuchs gezeigt, wie eigentlich ein Fotoredakteur arbeitet, wie Zeitungsseiten gebaut werden und was für ein Angebot der Tagesspiegel seinen Lesern online macht. Gegen halb zwölf wurde es im Redaktionsraum im vierten Stock aber langsam hektisch. Denn schließlich ist beim Zeitungmachen ziemlich wichtig, dass die Seiten pünktlich in die Druckerei kommen – was in der echten Tagesspiegel-Redaktion manchmal leider nicht so ganz klappt. Vielleicht sollten sich die Schreiber einfach ein Beispiel an den Kinderreportern nehmen: Wie geplant war die Seite um 14 Uhr fertig und wurde gedruckt, damit jedes Kind ein Exemplar mit nach Hause nehmen und seiner Familie und seinen Freunden zeigen konnte.

Kinder zu Besuch - Der Expertentag 2013 im Tagesspiegel
Das waren sie, die zwölf Teilnehmer des Expertentags 2013, samt zwei Tagesspiegel-Redakteurinnen.Weitere Bilder anzeigen
1 von 12Foto: Kai-Uwe Heinrich
14.03.2013 23:00Das waren sie, die zwölf Teilnehmer des Expertentags 2013, samt zwei Tagesspiegel-Redakteurinnen.

Dabei hätte es doch so viele Ideen gegeben, über die der Nachwuchs am liebsten auch noch geschrieben hätte: über die Beatsteaks, über Gregs Tagebuch, über die Band WEITER und natürlich auch über die Rotmilan-Klasse und die anderen Klassen der Evangelischen Schule Berlin Mitte. Schade fand zum Beispiel Charlotte auch, dass kein Platz für eine eigene Witzeecke blieb (Kennen Sie den schon? Warum zieht ein Elefant Ringelsöckchen an, wenn er in den Zoo geht? Damit er zum Kinderpreis reinkommt. Oder den hier: Treffen sich zwei Sandkörner in der Wüste. Sagt das eine: Ich glaube, wir werden beobachtet.)
Das Losglück traf an diesem Tag Fiona, Bruno und Louis, die gemeinsam mit Patricia Wolf und dem Tagesspiegel-Hertha-Reporter Dominik Bardow eine Pressekonferenz von Hertha BSC besuchen durften. Dort trafen sie Trainer Jos Luhukay, der jedem ein Autogramm gab und auch schon einiges über die Strategie verriet, mit der die Hertha am Sonnabend in München möglichst viele Punkte holen will. Ein Trost aber blieb den Fußballfans, die leider nicht mitfahren konnten: Sie konnten ganz sicher sein, dass sie rechtzeitig in der Kantine sein würden, um sich eine große Portion Spaghetti oder Würstchen mit Pommes zu sichern.
Ob die Kinderreporter einmal wiederkommen möchten? Ich, ich, ich ruft der journalistische Nachwuchs durcheinander. Und Charlotte hat ihre Pläne ohnehin schon überdacht. Sie sagte: „Vielleicht werde ich doch nicht Schauspielerin – sondern Journalistin.“

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