Extrarunde : Zu viel Personal: Freibäder bleiben länger offen

Die Sommermonate brachten den Berliner Bäden bislang ein Minus. Weil einige Hallenbäder im Winter geschlossen bleiben, kann am Wannsee und in Kreuzberg "ausnahmsweise" bis zum 28. September geplanscht werden.

Der Sommer war für die Bäderbetriebe bisher ein Zuschussgeschäft. Sechs Millionen wollte der Landesbetrieb bis Ende August einnehmen, fünf sind es geworden. „Wir hoffen, die fehlende Million bis zum Jahresende durch Einsparungen wieder hereinzubekommen“, sagt Klaus Lipinsky, Vorstandsvorsitzender der Bäderbetriebe. Die Sommersaison werde aber in jedem Fall bis zum 7. September dauern. Im Strandbad Wannsee und dem Kreuzberger Prinzenbad wird sie sogar verlängert. Die beiden beliebtesten Berliner Bäder schließen nun am 28. September. Die jeweiligen Saisonkarten behalten ihre Gültigkeit.

Grund für die Verlängerung sind aber weniger die Wetteraussichten als die Tatsache, dass die Bäderbetriebe mehr Personal als gedacht zur Verfügung haben. Durch das Sanierungsprogramm blieben einige Hallen in der kommenden Herbst- und Wintersaison geschlossen, andere öffneten durch Verzögerungen beim Bauablauf später, so Lipinsky. Geschlossen bleibt die Halle auf der Fischerinsel in Mitte, Verzögerungen gibt es am Baumschulenweg und im Stadtbad Neukölln. „Also haben wir uns entschlossen, ausnahmsweise bis Ende September zu öffnen“, sagt Lipinsky. Damit erfüllen die Bäderbetriebe den Wunsch vieler Stammkunden. Bis vor wenigen Jahren dauerte die Saison in diesen beiden Bädern grundsätzlich bis zum letzten Septemberwochenende. Erst durch den Rückgang der Landeszuschüsse verlegten die Bäderbetriebe das Saisonende auf Anfang September vor.

Zum Start der Hallenbadsaison am 8. September wollen die Bäderbetriebe einheitliche Öffnungszeiten einführen. Grundsätzlich sollen die Hallen künftig werktags entweder von 6 oder 6.30 Uhr bis 22 beziehungsweise 22.30 Uhr geöffnet sein. Bisher fehlte eine solche Regelung – jede Halle hatte an jedem Tag andere Öffnungszeiten. oew

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