Extremismus : Erneut Brandanschläge auf Autos

Unbekannte haben in Berlin in der Nacht zum Mittwoch zwei Autos in Brand gesetzt. Die Polizei geht von einer politischen Motivation der Täter aus und prüft den Zusammenhang zum kommenden G-8-Gipfel in Heiligendamm.

Berlin/Hamburg - Der Staatsschutz habe die Ermittlungen aufgenommen, so ein Polizeisprecher. Auch in Hamburg gab es in der Nacht einen neuen Zwischenfall. Dort flogen kurz vor 2 Uhr Steine auf das Haus eines CDU-Abgeordneten. Ein Fenster sei gesprungen, die Scheiben jedoch nicht eingeschlagen worden, sagte ein Polizeisprecher. Die Täter wurden trotz einer Fahndung nicht gefasst.

Am Dienstagmorgen war in Hamburg ein Auto des Chefredakteurs der "Bild"-Zeitung, Kai Diekmann, in Flammen aufgegangen. In der Woche zuvor waren in der Hansestadt ein Luxushotel und das Haus einen Lufthansa-Managers zur Zielscheibe geworden. Unbekannte hatten Steine und Farbbeutel geworfen. Im Anschluss wurde in Bekennerschreiben Bezug auf den bevorstehenden G-8-Gipfel in Heiligendamm genommen. Die Täter kamen aus der linken Szene. In Berlin brannten mit den Anschlägen vom Mittwoch im Mai insgesamt mehr als 15 Autos. (tso/dpa)

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