Berlin : Fahnder enttarnen vier Terroristen

Mitglieder der „Militanten Gruppe“ sind aber noch nicht festgenommen

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Die Mitglieder der linksextremistischen „Militanten Gruppe“ (mg) galten bislang als gesichtlos. Nun haben Fahnder des Bundeskriminalamtes (BKA) vier Berliner Anführer der Vereinigung enttarnt. Dies wurde dem Tagesspiegel gestern bestätigt.

Warum die 30 bis 49 Jahre alten Männer bisher noch nicht festgenommen worden sind, blieb allerdings unklar. Nach Informationen des Nachrichtenmagazins „Focus“ soll es sich bei den Terroristen um Wolfgang B., Jonas Erik F., Markus H. und ErnstJoachim U. handeln, die in Berlin als Taxifahrer arbeiten oder als Mitarbeiter in einem Bäckerei-Kollektiv beschäftigt sind. Rund 20 Anschläge – vor allem auf Finanzämter, Justizgebäude und Autohäuser im Großraum Berlin – werden den so genannten „Feierabend-Terroristen“ der „Militanten Gruppe“ seit Juni 2001 zugeschrieben. Dabei gab es meistens geringeren Sachschäden. Zuletzt sollen nach Tagesspiegel-Informationen Terroristen der mg vor circa vier Wochen auf dem Militärtruppenübungsplatz in Wittstock (Bombodrom) die Scheiben eines Lkw eingeschlagen und Kabel am Motor durchgeschnitten haben.

Doch auch gegen Personen richtete sich der Terror der „Militanten Gruppe“ schon: Im Februar 2002 erhielt der Reinickendorfer Sozialstadtrat Frank Balzer (CDU) einen Drohbrief, dem eine scharfe Patrone und ein Messer beigelegt waren. Zuvor hatten Unbekannte versucht, eine Tür im Sozialamt in Brand zu setzen. In Bekennerschreiben an Zeitungen und TV-Sender übernahm die „Militante-Gruppe“ die Verantwortung für die Aktionen. fan/tabu

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