Berlin : Fahnen verboten, Jubel erlaubt

Ab 16 Uhr wird die Straße des 17. Juni zur Obama-Fanmeile. Vor der Rede singen Patrice und Reamonn Wer den Kandidaten nicht sehen will, der sollte einen großen Bogen um den Tiergarten machen

Jan Oberländer
obama

WO IST DIE FANMEILE?

Der offizielle Eingang zur Obama-Fanmeile befindet sich auf der Straße des 17. Juni, Ecke Yitzhak-Rabin-Straße. Hier muss man sich auf leichte Kontrollen einstellen, vergleichbar mit denen bei einem Popkonzert. Man gelangt auch seitlich vom Tiergarten aus auf die Meile. Wer näher ran möchte, wird auf dem Weg in die Sicherheitszone direkt vor der Siegessäule noch einmal kontrolliert - mit Metalldetektoren, wie auf dem Flughafen.

WIE KOMME ICH HIN?

Am besten nicht mit dem Auto. Der Veranstalter bittet darum, öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen. Die nächsten Haltestellen sind Potsdamer Platz, Unter den Linden und Hauptbahnhof.

BRAUCHT MAN EIN TICKET?

Die Veranstaltung ist öffentlich und kostet keinen Eintritt. Tickets werden also nicht vergeben.

WANN REDET OBAMA?

Um 19 Uhr wird er die Bühne am Fuß der Siegessäule betreten. Die Rede soll etwa eine Dreiviertelstunde dauern.

WO SIEHT MAN AM BESTEN?

Wer Obama deutlich erkennen will, sollte früh kommen, denn der Platz vor der Bühne ist begrenzt. Für Zuschauer, die weiter hinten stehen, gibt es zwei Großbildleinwände, auf denen der Auftritt live übertragen wird. Die eine Leinwand steht am Übergang vom Großen Stern zur Straße des 17. Juli, die andere ist etwa 200 Meter weiter, am Rand der Straße des 17. Juni.

WAS MACHE ICH BIS ZUR REDE?

Rocken! Eigentlich ist es ja geheim. Die Berliner sollen wegen Obama zur Siegessäule kommen und nicht wegen des Rahmenprogramms. Aber neben der Bühne für den Kandidaten steht eine zweite. Für das Musikprogramm, das den Zuschauern die drei Stunden zwischen dem Einlass und Obamas Auftritt verkürzen soll. Es ist eine internationale Mischung, die zu Obamas Botschaft von Diversität und Verständigung passt: Ab 16 Uhr wird der britische DJ Mantu einen Mix aus traditionellen Ethno-Rhythmen und aktuellen Dance-Sounds auflegen. Ab 17 Uhr 30 tritt der Reggae-Sänger Patrice mit der ihm eigenen Mischung aus Mischung aus Reggae, Soul, Hip Hop, Funk und R'n'B auf. Und von 18.20 Uhr bis kurz vor der Rede stehen die Indierocker Reamonn auf der Musikbühne.

WAS GIBT’S ZU ESSEN & ZU TRINKEN?

Auf der Fanmeile sind Imbiss- und Getränkebuden aufgebaut. Verkauft werden Softdrinks und lokales Bier, keine stärkeren alkoholischen Getränke. Dixi-Toiletten stehen bereit.



ICH KANN KEIN ENGLISCH!

Die Rede wird auf Englisch gehalten. Eine Live-Übersetzung gibt es nicht. Allerdings wird eine deutsche Version auf einer eigens eingerichteten Rundfunkfrequenz übertragen. Die Lösung heißt also: Radio mitbringen und Ultrakurzwelle 88,4 einschalten!

DARF ICH EINE FAHNE MITBRINGEN?

Die Veranstalter bitten das Publikum, keine Taschen und so wenig wie möglich persönliche Gegenstände mitzubringen. Fahnen, Plakate oder Transparente wie „Yes, we can!“ oder „No, we can’t!“ sind ausdrücklich verboten, offiziell aus Sicherheitsgründen. Aber die Besucher können ja immer noch pfeifen, buhen oder klatschen.Jan Oberländer

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