Berlin : Fahrgäste drängelten sich in Bussen und Regionalbahnen

Einschränkungen auf der Stadtbahnstrecke noch bis Montag früh

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Die Stadtbahn ist anscheinend nicht zu ersetzen. Am ersten Tag der erneuten Sperrung zwischen dem Lehrter Bahnhof und Bellevue waren gestern die Regionalzüge und die UBahn, auf die die Fahrgäste ausweichen können, sowie die als Ersatz fahrenden Busse proppevoll. Zurückbleiben musste nach Angaben von S-Bahn-Sprecher Holger Hoppe aber kein Fahrgast.

Obwohl die S-Bahn die Sperrung angekündigt hatte, reagierten viele Fahrgäste überrascht. „Wie komme ich jetzt weiter, ist heute eine der am häufigsten gestellten Fragen“, sagte am Mittwoch einer der 100 eigens zur Information eingesetzten Mitarbeiter. Die Beschilderung am Lehrter Bahnhof ist etwas dürftig. Trotzdem hielten sich die Beschwerden in Grenzen. „Einer meckert immer mal, aber grundsätzlich sind wir zufrieden“, sagt einer der Mitarbeiter der S-Bahn. Für eine Frau mit Kinderwagen ist die Umsteigerei jedoch mit dem vielen Ab und Auf sehr anstrengend, aber ihre Befürchtung, in den vollen Bussen nicht mitgenommen zu werden, bestätigt sich nicht. Etwas länger dauert die Strecke im Bus - gut zwölf Minuten. Zu Hauptverkehrszeiten noch länger. Wer den gesperrten Abschnitt überbrücken will, kann auch in den Bahnhöfen Friedrichstraße und Zoo in einen Regionalzug steigen, die aber nicht so häufig fahren wie normalerweise die S-Bahn.

Die Sperrung dauert noch bis Montag früh. Sie ist erforderlich, um am Lehrter Bahnhof die Gleise der S-Bahn in ihre endgültige Lage verlegen zu können. Am Wochenende gibt es zudem Pendelverkehr zwischen Charlottenburg und Tiergarten, wobei die Fahrgäste im Bahnhof Zoo umsteigen müssen. Hier bereitet die S-Bahn bereits die geplante Vollsperrung zwischen Charlottenburg und Zoo im nächsten Jahr vor. ak/kt

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