Berlin : Fahrgast stoppte führerlosenBus BVG-Fahrer brach hinterm Steuer zusammen

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Der Fahrgast war nicht nur beherzt, er kannte auch die Bustechnik. Als gestern Vormittag der Fahrer eines Gelenkbusses in Hellersdorf nach einem Kreislaufzusammenbruch ohnmächtig von seinem Sitz fiel, stoppte ein 46Jähriger professionell den Bus: Er drückte die Getriebetastensteuerung auf „Neutral“ und betätigte den Notriegel der ersten Tür. Dies bremste den bereits langsam fahrenden Bus an der Kreuzung Alte Hellersdorfer, Ecke Luckenwalder Straße ab. Er kam auf dem Gehweg zum Stehen. Da sich dort keine Passanten befanden, wurde niemand verletzt.

Die BVG will sich nun persönlich bei dem in Marzahn lebenden Helfer bedanken. Der Polizei sagte der 46-Jährige, dass er immer direkt hinter dem Busfahrer sitze und deshalb mit Knöpfen und Hebeln vertraut sei. Dem ohnmächtig gewordenen Busfahrer, der ins Unfallkrankenhaus Marzahn gebracht worden war, soll es inzwischen wieder besser gehen. Die anderen zehn Fahrgäste kamen mit dem Schrecken davon.

Weniger Glück hatte ein 61-jähriger Fußgänger, der gestern Mittag von einem BVG-Bus in der Potsdamer Straße in Schöneberg erfasst wurde. Der Mann war kurz vor der Bülowstraße quer über die Fahrbahn gelaufen. Er erlitt lebensgefährliche Verletzungen.

Bei einem dritten Unfall mit einem BVG-Bus wurden gestern gegen 16.30 Uhr in Wedding fünf weibliche Fahrgäste sowie der Busfahrer leicht verletzt und mussten ambulant behandelt werden. Auf der Wollankstraße hatte der Fahrer plötzlich bremsen müssen, weil drei Kinder im Alter von zehn und elf Jahren in Höhe Gottschalkstraße über die Fahrbahn rannten. Durch die Bremsung wurden die Fahrgäste zu Boden geschleudert. Der Bus streifte auch eines der über die Straße laufenden Kinder. Es blieb aber unverletzt. Ha/das

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