Berlin : Fahrplan für den Gedenkzug steht jetzt fest

Der Fahrplan für den "Zug der Erinnerung" steht jetzt nach Angaben der Bahn endgültig fest. Demnach ist die Ausstellung zu deportierten Kindern während der NS-Zeit in Konzentrations- und Vernichtungslagern heute nochmals in Lichtenberg stationiert. Morgen fährt der Zug ab.

Ab morgen und am Freitag dann ist die Ausstellung am Fernbahnsteig im Bahnhof Schöneweide, am Wochenende folgt Westhafen/Putlitzbrücke und am 21. und 22. April dann der S-Bahnhof Grunewald. Wegen des Andrangs bleibt die Ausstellung nach Angaben des Vereinsvorsitzenden „Zug der Erinnerung“, Hans-Rüdiger Minow, an jedem Standort statt von 9 Uhr bis 19 Uhr nun bis 22 Uhr geöffnet. Am Westhafen überlege man noch, die Wagen mit der Ausstellung die ganze Nacht geöffnet zu lassen.

Um die Standorte des Zuges hatte es im Vorfeld heftigen Streit gegeben. Den Wunsch des Vereins, den Zug auch im Hauptbahnhof stehen zu lassen, hatte die Bahn mit dem Hinweis auf betriebliche Engpässe abgelehnt. Am Bahnhof Grunewald wollten die Organisatoren den Zug zum Mahnmal „Gleis 17“ fahren lassen. Dort gibt es aber keinen Gleisanschluss mehr. Deshalb weicht man jetzt zum S-Bahnhof aus. Zuletzt gab es nochmals Irritationen um Schöneweide, weil die Organisatoren dort zunächst ein anderes Gleis als Wunschort angemeldet hätten, wie ein Bahnsprecher gestern sagte. Kurzfristig habe man sich aber einigen können.

An den ersten beiden Tagen, als der Zug im Ostbahnhof stand, kamen bis zu 20 000 Menschen zum Bahnsteig mit dem Ausstellungszug, die nach Minows Angaben zum Teil drei Stunden auf den Einlass gewartet haben. Viele vergeblich, denn mehr als 4000 Besucher seien in den Wagen pro Tag nicht zu schaffen, sagte der Vereinsvorsitzende. Die Resonanz zeige, dass die Berliner bereit seien, sich mit ihrer Geschichte zu identifizieren. kt

0 Kommentare

Neuester Kommentar