Berlin : Fahrpreiserhöhung der VBB: Senat weiter gegen neue Tarife im Nahverkehr

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Die Verkehrsbetriebe in Berlin und Brandenburg planen weiter zum 1. August 2001 eine Tariferhöhung, obwohl der Senat fürs kommende Jahr den Verzicht auf Preissteigerungen angekündigt hat. Die Senatsverkehrsverwaltung bekräftigte gestern ihren Widerstand gegen höhere Tarife. Der Fahrgastverband IGEB forderte, die Betriebe müssten vor Tariferhöhungen nachweisen, dass sie alle Sparpotenziale ausgeschöpft haben und dass die höheren Tarife zu höheren Einnahmen führten. Seit 1995 seien die Tarife um durchschnittlich 30 Prozent gestiegen, allein die BVG habe in diesem Zeitraum aber 17 Prozent ihrer Kunden verloren.

In Zukunft dürften Stammkunden, für die sich die Preise seit Jahren erhöht haben, nicht länger als "Melkkühe" betrachtet werden, verlangt die IGEB weiter. Tarife für Kinder und Auszubildende müssten generell niedriger und damit familienfreundlicher werden.

Statt Preise zu erhöhen, sollte die BVG darauf verzichten, teure Sperranlagen bei der U-Bahn einzubauen, so die IGEB weiter. Der Senat müsse zudem Bahnen und Busse weiter beschleunigen, was Betriebskosten spare. Zudem sollte es Tarifänderungen nur alle zwei Jahre geben, um Verwaltungskosten zu reduzieren. Die Preise waren zuletzt in diesem Jahr gestiegen.

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