Radtour 11 : Fahrradfahren und Flanieren

Von der Lutherstadt Wittenberg fahren wir auf dem Elberadweg bis zum Wörlitzer Park. Der englische Landschaft sgarten zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe. Nach einem ausgiebigen Park-Spaziergang geht es im Sattel weiter bis nach Dessau

Lars Laute

LÄNGE 41,6 km | FAHRZEIT ca. 3,5 Std. | SCHWIERIGKEIT 4 von 5

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Villa Hamilton auf der Felseninsel Stein im Wörlitzer Park.
Villa Hamilton auf der Felseninsel Stein im Wörlitzer Park.Foto: Lars Laute

Start Vom Bahnhofsvorplatz der Lutherstadt Wittenberg geht es links Richtung Altstadt. Die Collegienstraße führt uns vorbei an den wichtigsten Wittenberger Sehenswürdigkeiten, am Luther- und am Melanchtonhaus, an der Stadtkirche St. Marien, am imposanten Rathaus und schließlich an der Schlosskirche, an deren Tür Luther 1517 seine Thesen angeschlagen haben soll. Hinter der Kirche folgen wir dem Straßenverlauf und gelangen nach 400 Metern links durch eine Unterführung auf den Elberadweg Richtung Coswig.

km 10,2 Der Elberadweg führt uns zur kleinen Flämingkirche Apollensdorf vom Anfang des 13. Jahrhunderts. Weiter geht es auf dem Radweg Richtung Griebo, wo wir eine historische Wassermühle aus dem Jahr 1845 besichtigen, bevor wir weiter nach Coswig fahren.

km 17,8 Schon von Weitem ragt die Kirche St. Nicolai aus dem Coswiger Stadtbild hervor, ein Abstecher lohnt sich. Im Klosterhof neben der Kirche liegt das Coswiger Stadtmuseum. Nach dem Ausflug in den Dorfkern fahren wir weiter auf dem Elberadweg zur „Gierfähre“, die uns auf die andere Elbseite bringt. Der Elberadweg führt uns weiter Richtung Wörlitzer Park.

km 22,0 Bereits aus der Ferne erblicken wir die ersten Bauwerke des Wörlitzer Parks, ein Schild kündigt kostenlose Fahrradparkplätze im Hinterhof des Gartenlokals „Grüner Baum“ an. Wir begeben uns auf den Weg dorthin, denn im Wörlitzer Park ist das Radfahren nicht gestattet.

km 23,5 Hier links halten, nach 500 Metern durch den Torbogen fahren und danach direkt links abbiegen, um die Räder im Hinterhof abzustellen. Zu Fuß geht es zurück durch den Torbogen und rechts in den ersten englischen Landschaftsgarten Kontinentaleuropas. Zwischen 1764 und 1800 wurde der Wörlitzer Park nach den Ideen des Fürsten Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau angelegt, der sich an den Idealen der bürgerlichen Aufklärung orientierte. Von Anfang an war der 112 Hektar große Garten für die Öffentlichkeit zugänglich. Der Weg in den Park führt uns geradeaus zum Schloss Wörlitz. Das von Friedrich Wilhelm von Erdmannsdorff entworfene Gebäude gilt als Gründungsbau des deutschen Klassizismus und kann im Rahmen einer Führung besichtigt werden. Tickets gibt es im Küchenhaus nebenan, die Tageskarte für den Eintritt in alle Parkgebäude lohnt sich schnell. Weitere Highlights sind die Felseninsel Stein, auf der es eine Grotte, verschlungene Felsengänge und einen künstlichen Vulkan gibt, den „Vesuv von Wörlitz“. Auf der Insel liegt auch die Villa Hamilton mit Grafikkabinett. Zahlreiche weitere Gebäude laden zur Besichtigung ein, etwa das Gotische Haus oder die Kirche St. Petri. Nach dem Spaziergang kehren wir zurück zum Rad und fahren auf dem Elberadweg weiter Richtung Vockerode und Dessau.

km 28,8 Hier verlassen wir kurzzeitig den Elberadweg, um einen Abstecher zur neugotischen Dorfkirche in Vockerode zu machen, die ebenfalls zum Dessau-Wörlitzer Gartenreich zählt. Rund 300 Meter hinter der Kirche biegen wir rechts ab und gelangen über den ausgeschilderten Radweg R 1 wieder zurück auf den Elberadweg. Nach wenigen Kilometern passieren wir die Solitude, ein wiedererrichtetes klassizistisches Mini-Schloss in der Gestalt eines römischen Tempels, in dem sich Fürst Franz von seinen rheumatischen Beschwerden erholte.

km 35,0 Hinter dem „Forsthaus Leiner Berg“ verlassen wir den Elberadweg und halten uns links. Nach 500 Metern biegen wir scharf links ab und fahren nach 600 Metern erneut links, um zum Luisium zu gelangen. Das kleine Landhaus inmitten eines 14 Hektar großen englischen Landschaftsgartens ließ Fürst Leopold III. für seine Gemahlin Luise zwischen 1774 und 1778 errichten. Nach einem kurzen Spaziergang biegen wir direkt hinter dem Park rechts ab.

km 38,3 Hier erst links halten und dann direkt scharf rechts abbiegen. Wir folgen dem Weg 600 Meter, biegen links ab und fahren parallel zu den Bahnschienen über die Brücke. Am anderen Ufer überqueren wir die Schienen und fahren geradeaus auf die Straße Am Friedrichsgarten, von der wir rechts in die Karlstraße einbiegen. Wir folgen dem Verlauf 800 Meter und biegen dann links in die Kurt-Weill-Straße, die uns zum Bahnhof Dessau führt.

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