Radtour : Familientour an der Spree

Diese Tour eignet sich vor allem für Familien mit Kindern: Man kommt leicht hin, kann unterwegs viel erleben und muss sich kaum vor Autos hüten – jedenfalls bis zum letzten Stück in der sehenswerten Köpenicker Altstadt.

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Blick auf die Spree.
Blick auf die Spree.Foto: Stefan Jacobs

Start

Wir starten am S-Bahnhof Treptower Park und fahren am Ufer entlang gen Süden, wo die Ausflugsdampfer auf der Spree dümpeln. Hinter dem letzten Steg wenden wir uns landeinwärts und treffen an der Puschkinallee aufs Portal des Sowjetischen Ehrenmals, das einen andächtigen Spaziergang und einen Stopp vor den Info-Tafeln lohnt. In den drei Jahren nach Kriegsende ließ die Sowjetunion diese Gedenkstätte anlegen, in der mehr als 7000 Rotarmisten ruhen. Dann geht es außen ums Gelände und an der Archenhold-Sternwarte vorbei wieder zurück zum Wasser.

Sowjetisches Ehrenmal im Treptower Park.
Sowjetisches Ehrenmal im Treptower Park.Foto: Stefan Jacobs

km 2,2

Wer nicht schon am großen »Weltspielplatz« hängen geblieben ist, kann auf der Insel der Jugend verweilen – oder ein Boot leihen. Einkehrmöglichkeiten gibt es hier und am Spreeufer ebenfalls.

km 3,9

An heißen Tagen ist die »Plansche« mit ihren Wassersprühern herrlich erfrischend – allerdings nur für die Kleinen. Nebenan kann in der Waldschule quasi im Vorbeifahren was gelernt werden. Dahinter geht’s linksherum weiter.

km 4,9

Am Waldspielplatz biegen wir links ab, halten uns an der nächsten Gabelung rechts und treffen auf einen asphaltierten Radweg (Kiehnwerderallee), dem wir nach rechts folgen, bis wir den Fähranleger erreichen.

km 5,4

Die BVG-Fähre F11 überquert die Spree südlich des Plänterwalds und verbindet ganzjährig Treptow mit Oberschöneweide. Sie wurde vor über 100 Jahren in Betrieb genommen und ist damit die älteste Fährverbindung Berlins. Auf dem Schiff gelten die normalen Fahrscheine der BVG (Kurzstrecke). Nachdem wir übergesetzt haben, folgt unsere Route dem beschilderten Spreeradweg und dem R1. Sie streift Karlshorst und führt in die Wuhlheide. Der Park ist vor allem bekannt für seine gleichnamige Open-Air-Bühne. Bei Konzertveranstaltungen fasst sie bis zu 17 000 Besucher.

km 8,3

In der Wuhlheide lohnt der Modell­park mit seinen nachgebauten Berliner und Brandenburger Sehenswürdigkeiten einen Stopp. Hinter dem Modellpark macht der Radweg einen kurzen Rechts-Links-Schwenk. Dann geht es auf dem »Eichgestell« immer geradeaus in den Park des FEZ hinein.

Kinder- und Jugendfreizeitzentrum FEZ an der Wuhlheide.
Kinder- und Jugendfreizeitzentrum FEZ an der Wuhlheide.Foto: Stefan Jacobs

km 9,7

In Deutschlands größtem Kinder- und Jugendfreizeitzentrum FEZ ist fast immer etwas los. Zum Gelände gehört ringsherum ein Kletterwald und Spielplätze aller Art. Wer da nicht klettern, hopsen, rutschen, basteln oder irgendwas ausprobieren will, muss schon sehr erwachsen sein. Das Freizeitzentrum wurde 1985 von Erich Honecker als »Pionierpalast Ernst Thälmann« eröffnet, und seit der Wende hat es sich zum Glücksfall
für die ganze Stadt entwickelt. Wer Straßenverkehr scheut, kann die Tour hier beenden und vom FEZ direkt zum S-Bahnhof Wuhlheide fahren. Ansonsten geht’s den Schildern nach zur Straße An der Wuhlheide, dort nach links und hinter den Gleisen rechts über die große Spreebrücke. Am südlichen Flussufer geht’s weiter durch Spindlersfeld, das im 19. Jahrhundert rund um die Wäschereien von Wilhelm Spindler entstand. Hinter dem Mentzelpark führt die Gutenbergstraße zur Langen Brücke, hinter der wir bereits das Barockschloss Köpenick sehen.


km 13,5

Die Schlossinsel lohnt einen
Bummel, ebenso die Altstadt. Besonders schön ist der Luisenhain, also die Uferpromenade vor dem berühmten Rathaus mit dem bronzenen »Hauptmann« am Eingang. Hier, wo die Dahme in die Spree mündet, lässt es sich gut in der Sonne sitzen und aufs Wasser schauen – auch direkt von einem der Restauranttische aus. Für den Rückweg in die Stadt ist die S-Bahn nicht weit: Über die Lange Brücke geht es geradeaus auf der Oberspreestraße weiter. Nach einem knappen Kilometer ist rechts der S-Bahnhof Spindlersfeld erreicht.

Essen & Trinken

Zenner
Das Restaurant serviert gutbürgerliche, eher deftige Küche, die man im Sommer auch im schönen Biergarten genießen kann.
12435 Berlin, Alt-Treptow 14–17,
Tel. (030) 533 73 70, hauszenner.de

Luise Restaurant
Direkt an der Uferpromenade von Köpenick gelegen, bietet das Restaurant Luise wechselnde Spezialitäten wie z. B. Schweineschnitzel mit Bratkartoffeln oder Französische Maispoularde im Walnuss-Parmesanmantel. 12555 Berlin, Alt-Köpenick 20,
Tel. (030) 64 32 97 77, luise-koepenick.de

Weitere 23 Radtouren finden Sie im neuen „Tagesspiegel Radfahren in Berlin und Brandenburg“.

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