Berlin : Fakten und Adressen

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OPERATIONEN: In Berlin wurden 2004 rund 7580 Patientinnen an der Gebärmutter operiert, fast 6630 an den Eierstöcken und mehr als 1100 an der Scheide. Die Eingriffe werden in 41 Kliniken durchgeführt.

DIAGNOSEN: Häufige Beschwerden sind Zysten , zum Beispiel am Eileiter oder am Eierstock. Das sind mit Flüssigkeit gefüllte Hohlräume im Gewebe, also ein meist gutartiger Tumor, der zum Beispiel den Eileiter verengen und erhebliche Schmerzen bereiten kann. Werden sie zu groß oder bilden sich nicht zurück, können sie bösartige Wucherungen verdecken und müssen entfernt werden. Myome bezeichnen gutartige Wucherungen in der Muskelschicht der Gebärmutter. Unter oder in der Gebärmutterschleimhaut verursachen sie Schmerzen und verstärkte Regelblutungen. Im Eierstock oder in der Gebärmutter können bösartige Tumoren wuchern, also Krebs . Nach den Wechseljahren nimmt dieses Risiko zu. Meistens ertastet der Frauenarzt bei Vorsorgeuntersuchungen die Verdickungen. Je früher der Krebs erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen.

BESONDERE BEHANDLUNGEN: Die St.-Hedwigs-Kliniken (Mitte) haben ein Beckenbodenzentrum gegründet, das auf die Behandlung von Harn- und Stuhlinkontinenz von Männern und Frauen spezialisiert ist. Auch hier werden von der BQS-Qualitätssicherung erfasste gynäkologische Eingriffe vorgenommen. Doch geht es dabei um Spezialbehandlungen von Inkontinenz bei Frauen. Im Jahr 2004 wurden hier 1290 Patienten behandelt, davon 700 urogynäkologische, das heißt Behandlung der Inkontinenz von Frauen. Kontakt: St.-Hedwigs- Kliniken (Mitte) Große Hamburger Str. 5–11, 10115 Berlin, Tel.: 23 11 21 06

Das ev. Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge (KEH) und das Sana Klinikum Lichtenberg haben ein gemeinsames auf die Geschlechtsumwandlung von Transsexuellen spezialisiertes Therapiezentrum gegründet. Auch hier finden gynäkologische Operationen statt, um zum Beispiel bei Frau-zu-Mann-Umwandlungen die Gebärmutter und die Brüste zu entfernen oder aber bei Mann- zu-Frau-Umwandlungen die Brüste und weiblichen Geschlechtsorgane nachzubilden. Im Jahr 2005 behandelten die beiden Häuser insgesamt 22 Fälle, wobei Frau-zu-Mann-Umwandlungen mit 20 zu eins sehr selten sind. Kontakt: KEH Tel.: 5472 4600 und Sana Klinikum Lichtenberg 5518 2411.I.B.,HS

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