Fall Ermyas M. : Schweizer bleibt weiter in Haft

Der überraschend aufgetauchte vermeintliche Täter des Potsdamer Überfalls auf einen Deutsch-Äthiopier bleibt vorerst weiter in Haft. Marco Sch. hatte sich der Gewalttat selbst bezichtigt, dann aber seine Beteiligung widerrufen.

Potsdam/Luzern - Die Befragungen von Marco Sch. gingen jetzt weiter, sagte der Sprecher der Kantonspolizei Luzern, Franz Baumeler. Bei der Attacke am Osterwochenende hatte Ermyas M. schwere Kopfverletzungen erlitten und lange im künstlichen Koma gelegen.

Der Schweizer war am Freitag in Haft genommen worden, damit die Luzerner Behörden die Gründe seiner Selbstbezichtigung und deren Wahrheitsgehalt genau abklären konnten. Einer Zeitung hatte er gesagt, dass er die bisherigen Tatverdächtigen Björn L. und Thomas M. zwar flüchtig kenne, diese bei der Tat jedoch nicht dabei gewesen seien. Die Staatsanwaltschaft Potsdam hatte allerdings von Anfang an "massive Zweifel" an der Glaubwürdigkeit des arbeitslosen Mannes.

Mitte vergangener Woche hatte der Erste Strafsenat des Brandenburgischen Oberlandesgerichtes entschieden, dass Björn L. in Untersuchungshaft bleiben muss. Gegen ihn bestehe weiter ein dringender Tatverdacht. Gegen Björn L. wird wegen des Verdachts der schweren Körperverletzung ermittelt. Außerdem ermittelt die Staatsanwaltschaft Potsdam weiter gegen Thomas M. (tso/ddp)

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