Berlin : Falsche Bombe: Räuber im Gefängnis

Der 27-Jährige, der am Samstagnachmittag in Wedding mit einer Bombenattrappe einen Raubüberfall begangen hat, sitzt seit gestern Abend in Untersuchungshaft. Wie berichtet, hatte Alexander H. um 13.45 Uhr an der Ecke Osloer und Seestraße einen Tabakwarenladen betreten und gedroht, eine „ferngesteuerte Bombe“ zu zünden. Diese steckte in einer Tüte, hatte die Größe eines Buches, Kabel schauten heraus.

Der Mann hielt den beiden Angestellten, zwei 52-jährige Frauen, einen Zettel hin, auf dem er Geld forderte. Sinngemäß stand auf dem Papier, dass die Bombe ferngezündet werde, wenn man versuche, ihn zu verfolgen oder zu überwältigen. Zwei Unbekannte hätten ihn zu dieser Tat gezwungen. Die beiden Frauen alarmierten sofort die Polizei, die einen Großeinsatz auslöste. Eine Hundertschaft der Bereitschaftspolizei räumte die Umgebung bis zu 200 Meter weit, Bombenentschärfer des Landeskriminalamtes und Teams des Spezialeinsatzkommandos rückten an.

Zwei Beamten gelang es nach rund einer Stunde, den Mann zum Aufgeben zu überreden und das Paket auf den Boden zu legen. Schnell stellten die Sprengstoffexperten des Landeskriminalamtes fest, dass der Inhalt harmlos war. Es handelte sich um eine Computerplatine. Das Spezialeinsatzkommando, das bereits vor Ort war, brauchte nicht mehr einzugreifen. Die Sperrungen wurden gegen 15.15 Uhr aufgehoben, der Stau auf der Seestraße löste sich nur langsam auf.

Hunderte Menschen waren Zeugen des Polizeieinsatzes, da in der Müllerstraße am Wochenende ein Straßenfest stattfand. Noch am Abend des gescheiterten Überfalls gestand Alexander H. der Polizei, dass die beiden Unbekannten nicht existierten und er den Raub allein geplant habe. Der 27-Jährige gab an, aus Geldnot gehandelt zu haben. Ha

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