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Berliner Schul-Lotto

Jeder dritte Platz an Gymnasien wird verlost

SPD und Linke haben sich auf Zugangskriterien für Gymnasien geeinigt und den Weg für eine Reform der Berliner Schulstruktur frei gemacht. An beliebten Schulen werden 30 Prozent der Plätze verlost. 60 Prozent sollen die Gymnasien selbst auswählen dürfen.
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SPD und Linke haben nach „intensiven Gesprächen“ den vorerst letzten Streitpunkt auf dem Weg zur Reform der Berliner Schulstruktur beigelegt: Gymnasien und Sekundarschulen, die mehr Bewerber als Plätze haben, sollen demnach mindestens 60 Prozent der Schüler selbst auswählen können. Mindestens 30 Prozent werden ausgelost. Bis zu zehn Prozent der Plätze sollen Härtefällen vorbehalten sein. Hier werde die Entscheidung jeweils „im Einvernehmen zwischen Schule und Schulamt“ gefällt. Dies teilten die Vorsitzenden der SPD- und der Linksfraktion, Michael Müller und Carola Bluhm, am Mittwochabend mit.

„Mit dieser praktikablen Regelung haben die Schulen besser denn je die Möglichkeit, ein klares Schulprofil zu entwickeln und die dafür geeigneten Schüler auszuwählen“, sagte Müller. Gleichzeitig werde man mit dem Losverfahren dem Elternwillen gerecht und schaffe mehr Chancengerechtigkeit. Die Linke sieht „gute Chancen dafür, dass wir damit künftig mehr Schüler als bisher zum Abitur führen können“. Ihr sei wichtig gewesen, eine Regelung zu finden, „bei der Bildungserfolg und soziale Herkunft entkoppelt werden,“ betonte Bluhm.

Um feststellen zu können, ob diese beiden Ziele auch erreicht werden, soll es eine wissenschaftliche Begleitung geben, kündigte der bildungspolitische Sprecher der Linken, Steffen Zillich, gegenüber dem Tagesspiegel an. Zudem habe man sich darauf verständigt, dass Schulen mit einem hohen Anteil von Kindern aus armen Familien zusätzliche Sachmittel erhalten. Dies soll für die Sekundarschulen gelten, möglicherweise aber auch für Gymnasien, so Zillich.

Die gestern erzielte Einigung fließt jetzt ein in den Antrag auf „Weiterentwicklung der Berliner Schulstruktur“, der am heutigen Donnerstag ins Abgeordnetenhaus eingebracht werden soll. Geplant ist, dass die Bildungsverwaltung auf dieser Grundlage einen Gesetzentwurf verfasst, der möglichst im Herbst verabschiedet werden soll. Andernfalls wäre es nicht mehr möglich, bereits 2010 mit der Verschmelzung von Haupt-, Real- und Gesamtschulen zu Sekundarschulen zu beginnen.

Wie berichtet, hatte die SPD-Fraktion am Dienstag einen bereits mit dem Koalitionspartner abgestimmten Kompromiss verworfen. Nach dem Willen der Sozialdemokraten sollten nicht 50, sondern nur 25 Prozent der Plätze an begehrten Schulen verlost werden. Die Linkspartei hatte die hohe Losquote aber im Einvernehmen mit Bildungssenator Jürgen Zöllner (SPD) gefordert, um die soziale Mischung an den beliebten und sozial meist sehr homogenen Schulen zu verstärken.

Mieke Senftleben von der FDP-Fraktion nannte die Einigung einen „faulen Kompromiss“. Sascha Steuer (CDU) befürchtet, dass durch das Losverfahren „bildungsschwächere Schüler“ Zugang zum Gymnasium erhalten, ohne dass es dort entsprechende Fördermöglichkeiten gebe. Massive Kritik am geplanten Probejahr kam von der GEW und den Bündnisgrünen. Dieses Instrument degradiert die Sekundarschule zum „Auffangbecken“, meinte der Grünen-Bildungspolitiker Özcan Mutlu. Damit verspiele die Koalition eine angekündigte Gleichwertigkeit der Bildungsgänge.



(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 11.06.2009)
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Kommentare [ 42 ] Kommentar hinzufügen »

Comment
von slider slider ist gerade offline | 10.6.2009 20:01 Uhr
Sahlen fon 1 bies 49 reichen
Vo su Bildunk in Berlin? Briengt den Kinger die Zahlen bis 49 bei; dan könen sie lottospilen. Hat auch mir jereicht.
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von multischuldi multischuldi ist gerade offline | 11.6.2009 7:52 Uhr
@slider: Kannsu die abthur jetz auch durch Ferlosung krigen
@slider: Kannsu die abthur in bärlin jetz auch durch Ferlosung krigen
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von unbekannt | 10.6.2009 20:09 Uhr
Die "Reform" stirbt mit den Klassenfrequenzen!
Eine gute Reform - eine schlechte Reform! Der Weg zur Sekundarschule ist richtig: Die "Lernstimmung an Hauptschulen - nicht an allen - ist geprägt von "Lernen ist uncool". Die Mischung von Schülern unterschiedlicher Sozialisation bietet die Chance, dieses Lernklima der Verweigerung zu durchbrechen und "Lernen" wieder als etwas Erstrebenswertes in der Schule zu etablieren. Dies kann aber nur gelingen, wenn dazu wenigstens einige nur notwendige Voraussetzungen geschaffen werden: kleine Klassen (!), Personal (Sozialarbeiter, Erzieher), ausreichend Material.
Bisher wurden sämtliche Reformvorhaben des Senats von begrüßenswerten pädagogischen Ideen geboren, aber die Voraussetzungen wurden kaum geschaffen! Die Integration Behinderter gelingt in der Realität kaum - auf dem Papier in Zahlen schon - da ist schon von der "Inklusion" die Rede! Die Klassenfrequenzen für "Problemklassen wurden gerade erhöht (!) - Die Grundschullehrer stöhnen über SAPH und JÜL. Wie soll in einer Problemklasse mit 28 Schülern Integration Behinderter (solche mit "Förderschwerpunkt") gelingen und wie sollen zusätzlich Schüler mit Lernschwierigkeiten (früher Lernbehinderte) gefördert werden und all jene, die keinem Förderschwerpunkt zugeordnet werden können, aber erhebliche Sprach- oder Verhaltensprobleme (z.B. ADHS oder kulturell bedingte "Machoprobleme") haben? Wie soll ein Lehrer in einer Klasse mit 28 Schülern jeden Schüler individuell fördern? Ich kenne viele Grundschullehrer, die diese Aufgabe verantwortungsvoll angehen, aber trotz ihrer Bemühungen erkennen müssen: Das ist unter diesen Bedingungen nicht zu schaffen. So ist es!
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von aznar aznar ist gerade offline | 10.6.2009 20:27 Uhr
Unfaßbar!!!
Fast 20 Jahre nach der Wende ist es soweit:

Die alte und nicht wirklich schlechte, ehemalige Bundesrepublik Deutschland ist nunmehr zumindest in Berlin die alte und neue DDR!

Gleichheit als Ausdruck von allem - es ist unfaßbar!

Bist Du dumm und hast Dich nie angestrengt in Deinem jungen Leben in Berlin? Macht nichts: Wir sind ja für Dich da!!! Wir, die rot-roten hassen Leistung!!! Deshalb sitzen wir ja jetzt im Parlament!!!

Wer jahrelang gegen Qualität und Bestenlese ist, hat jetzt sein Ziel erreicht: Gleichheit für alle, und sind wir noch so dumm, egal, zum Glück sind es bald alle, und das muß man rot-rot zugestehen, dann sind eben alle gleich dumm!!!

Es ist seit undenkbarer Zeit das erste Mal, daß ein Bundesland erklärt, daß Leistung weniger zählt als die Gleichheit aller (Dummen)! Es ist unfaßbar!!!

Entwicklungsländer bemühen sich jeden Tag, den Anschluß über Bildung, Qualität und Elitenbildung an die modernen Länder zu finden!!!

Wir, die es in den Plattenbauten Marzahns mit Voll-Hartz-Quattro-Rundum-Versorung offensichtlich geschafft haben, sind auf dem Weg, uns dem Bildungsgrad Haitis anzunähern. Nur mit dem Unterschied, daß wir es freiwillig tun und dieses und andere arme Länder alles tun würden, das Gegenteil zu veranlassen!!!

Also weiter nach dem Motto "Be Berlins": "Jeder kann in Berlin so gut wie nichts und arbeiten wir daran, nichts dagegen zu tun."

Hallo Herr Wowereit?: - "Schule? Ich? Tut mir leid, aber seit ich nach dem Abitur die Schule verließ und meine Staatsexamen mehr schlecht als recht schaffte, saß ich ununterbrochen als Stadtrat und als Abgeordneter an den öffentlichen Trögen und kann nicht wissen, was jemals draußen abging."

Ein Bericht über einen Albtraum!!!

Good night leistungsloses Berlin!!!
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von commentator commentator ist gerade offline | 10.6.2009 22:20 Uhr
@ aznar
So sehr Ihre Erregung zu diesen "Zugangskriterien" berechtigt ist, so - sorry - dämlich ist es, sie in Beziehung zum Schulsystem der DDR zu bringen.

Jenes wurde u.a. von Finnland übernommen, das damit bei PISA, wie sie wissen, so schlecht nicht abschneidet.
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von commentator commentator ist gerade offline | 10.6.2009 22:32 Uhr
Praktikabler Bankrott


Zitat von Müller

"Mit dieser praktikablen Regelung haben die Schulen besser denn je die Möglichkeit, ein klares Schulprofil zu entwickeln und die dafür geeigneten Schüler auszuwählen"
Gleichzeitig werde man mit dem Losverfahren dem Elternwillen gerecht und schaffe mehr Chancengerechtigkeit.



Per Los wird ein klares Schulprofil entwickelt???

Entweder fehlen hier noch ein paar entscheidende (aber kaum denkbare) Erklärungen oder man darf am Verstand des Autors zweifeln.

Es ist absolut richtig, bildungsdiskriminierende soziale Herkunft durch geeignete Maßnahmen zu kompensieren. Das muss aber erstens sehr viel zeitiger beginnen und kann zweitens auch dann kein Gegenstand des Würfelspiels sein, sondern immer nur von Leistung.

Das alles liest sich wie ein Aprilscherz.
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von moni moni ist gerade offline | 11.6.2009 2:36 Uhr
Bravo,
Endlich sagt mal jemand die Wahrheit darueber das es mehr und mehr nach DDR Regeln geht,all meine Achtung.
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von commentator commentator ist gerade offline | 11.6.2009 19:10 Uhr
DDR vs. BRD


Zitat von moni

Endlich sagt mal jemand die Wahrheit darueber das es mehr und mehr nach DDR Regeln geht,all meine Achtung.



Sie irren fundamental.

Mindestens bezüglich des Schulsystems ist das eine glatte Lüge.

Es sei denn sie finden noch heraus, dass man in der DDR um den Zugang zum Gymnasium gewürfelt hätte.
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von berlinersonne berlinersonne ist gerade offline | 10.6.2009 20:46 Uhr
Sonderauslosung
Abiturplätze verlosen? Ich glaub ich les nicht richtig, verlosen? Klaro, mindestens 50 % per Losentscheid - mit den Möchtegerngymnasiasten wird dann gleich mal das Niveau abgesenkt... und dann können wieder hervorragende Konzepte entwickelt werden, wie man das Schulniveau anheben kann, sprach der Zyniker ...
Aber im Ernst, ich denke, daß:

Abitur muß für ALLE (mit oder ohne Migrationsentschuldigung) möglich sein, die einen gewissen Leistungsdurchschnitt schaffen. Für die, die auf "der Kippe" stehen, schlage ich ein "Vorbereitungsjahr" vor und wenn's dann nicht geht - dann müssen Alternativen zum Abi her (also vielleicht doch n Ausbildungsberuf und was "Handfestes" lernen ...)
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von hebold hebold ist gerade offline | 10.6.2009 20:48 Uhr
Gegenvorschläge
Gegenvorschlag I: 60% der Schüler erhalten ihre Zeugnisse, wenn sie das Abitur bestanden haben. Bei 30% wird die Note gelost. 10% bekommen das Abitur geschenkt. Das sind Härtefälle wie Autofensterputzer oder Hütchenspieler.

Gegenvorschlag II: In der nächsten Wahlperiode werden 60% der Abgeordneten gewählt. 30% bestimmt das Los. 10% sind Härtefällen vorbehalten, wie der Kompetenzsimulantin Knake-Werner.

So etwas lässt sich sicher noch auf andere Lebensbereiche übertragen. Hoffen wir, dass der berliner Wähler diesem Rot-Roten Unfug bald eine Ende bereitet.
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von wrzlbrmft wrzlbrmft ist gerade offline | 11.6.2009 9:36 Uhr
Bin dabei!
@hebold:

Bin sofort beim Gegenvorschlag II dabei.
Vor allem deswegen: Schlechter kann es in der Politik nicht mehr werden! (Im Gegensatz zur Schule).

...................wrzlbrmft
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von searitual searitual ist gerade offline | 10.6.2009 20:49 Uhr
Dieses Land
katapultiert sich rasend ins Abseits. Bildung, die gemeinhin als Garant für die wirtschaftliche Zukunft eines Landes gilt, wird praktisch durch Lotteriegewinne ersetzt. Wenn eine Regierung schulischer Bildung keinen höheren Stellenwert als Glücksspiel beimisst, dann weiß ich auch nicht mehr weiter.
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von schroederpankow schroederpankow ist gerade offline | 10.6.2009 21:01 Uhr
Losverfahren? Find ich gut!
Man sollte das Losverfahren ausweiten: unter allen volljährigen Berlinern wird der Regierende Bürgermeister für die nächsten 5 Jahre ausgelost. Das erhöht die Chancengleichheit aller Bürger und entkoppelt die Vergabe des Postens von der Parteizugehörigkeit. Könnte man dann noch auf Minister, Staatssekretäre und Aufsichtsratsposten ausweiten.
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von gebsch gebsch ist gerade offline | 10.6.2009 21:05 Uhr
Vorschlag:
Lassen wir doch zukünftig auch das Los darüber entscheiden, wer bei den Linken bildungspolitische Sprecher wird.
Und weil es "gerecht" ist, wird auch der Regierende Bürgermeister zukünftig per Losentscheid ins Amt befördert.
Schlimmer kann es kaum noch werden.

Und warum überhaupt noch Abi-Prüfungen?
nach 12 Jahren entscheidet das Los: jeder zehnte fällt durch.
Das ist doch gerecht, oder?

Berlin unter Rot/Rot: Eine Stadt wird von Phantasten regiert.
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von kritischerdenker kritischerdenker ist gerade offline | 10.6.2009 21:23 Uhr
Oh Herr!
Zitat: "Gleichzeitig werde man mit dem Losverfahren dem Elternwillen gerecht und schaffe mehr Chancengerechtigkeit."

Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen! Ein LOSverfahren schafft GERECHTIGKEIT. Ein Widerspruch in sich!
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von yqpy yqpy ist gerade offline | 10.6.2009 22:22 Uhr
Prognose
Ich wiederhole hier gern noch mal meine Prognose:

In spätestens 15 Jahren werden in Berlin nur noch die Kinder auf eine öffentliche Schule gehen, deren Eltern es sich überhaupt gar nicht leisten können, die Kinder privat unterrichten zu lassen.

Die Entwertung des öffentlichen Bildungsabschlusses nimmt damit seinen Lauf. Glück und Zufall werden vor das Leistungsprinzip gesetzt. Ein beispielloser Irrsinn!

Jeder halbwegs anständige Unternehmer wird sich 5x überlegen, ob er seinen Mitarbeitern einem Wechsel nach Berlin zumuten will. Unattraktiver kann der Standort Berlin für die bürgerliche Mitte gar nicht mehr werden.
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von NeuFrau NeuFrau ist gerade offline | 10.6.2009 22:41 Uhr
Losen ist nicht neu
Schon vor 10 Jahren wurde ich in einer Prüfung für eine Beförderung danach gefragt. Ich wusste damals leider nicht, dass man bei überzähligen Anmeldungen an Schulen natürlich das Los entscheiden lassen soll. Kommentar ist wohl überflüssig.
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von blitzableiter blitzableiter ist gerade offline | 11.6.2009 22:26 Uhr
Angebot und Nachfrage
Gegen das Losverfahren ansich ist ja auch ansich nichts einzuwenden. Wenn mehr Anmeldungen als Plätze vorhanden sind, geht es wohl nicht anders.(Übrigens wurde nach meinem Kenntnisstand tatsächlich nie gelost, auch wenn man das den Eltern so erzählt hat - die Schüler wurden nach Absprache der Schulleiter und Schulräte verteilt.)

Was das Losverfahren aber zur Lachnummer macht, ist die Tatsache, dass leistungsfähige und leistungsschwache Schüler in einem Lostopf landen. Dann wird es (nicht nur in Ausnahmefällen) so kommen, dass unverdientes Glück auf der einen Seiten durch das Pech der anderen erkauft wird.

Und wir sprechen hier doch immernoch vom Gymnasium! Da gibt es keine Teilungsstunden oder kleinere Klassen, da gibt es keine ErzieherInnen oder Schulhelfer. Jede Klasse hat auch nur einen Klassenlehrer, nicht zwei (wie bisher an Gesamtschulen). Wie bitte sollen hier leistungsschwächere besonders gefördert werden?

Was wird eigentlich aus den "Verlierer-Kindern" mit Gymnasialempfehlung? Können sie dann nach dem verpatzten Probejahr der "Glückspilze" noch auf's Gymnasium aufrücken?

Nun ja, das Ganze hat auch was Gutes. Wenn die Erosion der Gymnasien irgendwann abgeschlossen sein wird, braucht man den Engländern und Amerikanern nicht mehr den Unterschied zwischen dem deutschen Gymnasium und ihrer Turnhalle erklären.
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von lizzi lizzi ist gerade offline | 10.6.2009 22:48 Uhr
Das ist typisch rot-rot:
alle müssen gleich schlau bzw. dumm sein. Dann kann amn sie besser manipulieren! Dumme begreifen eh nicht, was sie tun. Wie haben wir nur die Nachkriegsjahre überstanden??? Ach, ich vergaß, es gab ja die DDR. Dort waren auch alle Menschen gleich, nur manche "Schlaue", die waren gleicher!!! Man könnte meinen, der Kommunismus steht schon wieder in (und nicht etwa vor) der Tür! Wer schützt uns davor???? Wer profitiert denn sonst vom Losverfahren???
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von uschidoelle uschidoelle ist gerade offline | 10.6.2009 22:59 Uhr
Indianer Gedicht
Jau da gab es doch mal so ein nettes Gedicht in den 70`des letzten Jahrhunderts, das mit dem "wenn die Bäume weg sind und das Wasser ist flöten, dann werdet Ihr da auch checken, dass Geld nix zum Essen taugt und so".

Na denn da ja, fast 40 Jahre später gibt es ja in Berlin Geld, Bäume, Wasser und keine Indianer,

wohl aber anscheinend rote Häute, die gerne mal mit den Schulen versuchen, Wasser schnitt fest zu machen, Bäume mit Bonsai für Bildung verwechseln und Geld ohne ENDE verblasen.

Also nix da mit Amen oder HOW, alles schon zu spät, bis zur nächsten Wahl.
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von nurmi nurmi ist gerade offline | 10.6.2009 23:05 Uhr
Jeder dritte Platz?
30 von Hundert - jeder dritte Platz?

Mathe - null Punkte bei Abi?

Kein Wunder, wenn der Bildungssenator Zöllner in der RBB-Abendschau nicht einmal richtiges Deutsch spricht und die Substantive noch substantiver macht.

Lese gerade ,,Generation Doof''. Fühle mich in Berlin und bei diesen Medien gut aufgehoben.
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von hanlonsrazor hanlonsrazor ist gerade offline | 11.6.2009 2:57 Uhr
Fragen über Fragen...
Wird das Abitur in absehbarer Zeit auch verlost oder werden es die Schöler auf dem Gümmnasion im Automaten ziehen können? Werden die Verlosungen künftig vom Deutschen Lottoblock durchgeführt und wird es auch halbe und viertel Lose geben? Ist evtl. auch eine Quotenregelung nach Geschlecht, Haar- und Augenfarbe, ethn. und/oder religiöser Herkunft und Namensreihenfolge im Alphabet denkbar? Warum reicht eigentlich der Führerschein nicht als amtliche Zugangsberechtigung zu den Universitäten aus?

Bildungsproleten sollen jedenfalls die Bildungsbürger ablösen, denn das Recht auf Dummheit und Verblödung wird schließlich von unserer Verfassung geschützt. Es gehört zur Garantie der freien Persönlichkeitsentfaltung, von dem Michael Müller und Carola Bluhm offensichtlich ausreichend Gebrauch gemacht haben.
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von kugelblitz kugelblitz ist gerade offline | 11.6.2009 7:47 Uhr
Gerechter Lohn
Liebe Berliner,

wir haben den rot-roten Senat gewählt und jetzt hat er das Sagen. Und bei der nächsten Wahl wird es wahrscheinlich eine Fortsetzung geben. Aber keine Angst, das Ende der Einbahnstraße nach ganz unten ist nicht mehr so weit und wenn in den nächsten Jahren jede Woche Brandbriefe von den Schulen eingehen, wird es vielleicht ein Erwachen geben.
Das Ganze wird ein paar Schülerjahrgängen einen schlechte Schulbildung bescheren, aber das Land Berlin spart ordentlich Geld.
Das ist der Wille des Wow..., sorry, das ist der Wille des Volkes.
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von unbekannt | 11.6.2009 9:12 Uhr
Wozu aufregen,
hat doch Berlin diesen Senat wiederholt gewählt und dieser wird doch hier allerorten verteidigt.

Das Schulsystem wird dem zu erwartenden Schülerklientel angepasst und die es verzapft haben schicken ihre Kids eh nicht an staatliche Schulen.

be berlin und der Rest Deutschlands schüttelt eh nur noch den Kopf...und nicht nur bei diesem Thema.
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von vasafay vasafay ist gerade offline | 11.6.2009 9:31 Uhr
Keine Ahnung...
Ich weiß nicht recht, was damit bezweckt werden soll. Plätze an Gymnasien verlosen? Ich hatte meinen damals auch ohne Probleme bekommen – obwohl ich von meiner Grundschule nur eine Realschulempfehlung bekommen hatte. Ich sehe das Problem überhaupt nicht, soll doch jeder hingehen, wohin er will. Aber eines ist mal klar: Ist man erst einmal da, dann muss man auch Leistung bringen – genau wie alle anderen auch!

Und das Mischen der verschiedenen Schulen... Ich kenne das noch aus meiner Schulzeit, die erst ein paar Jahre zurückliegt: Hat man einen schlechten Schüler, der keinen Bock hatte, zu denen gesteckt, die etwas mehr Lust auf Schule hatten, dann hat er die anderen 'angesteckt'. Bisher habe ich nur selten gesehen, dass sich betreffender 'Problemschüler' den anderen angepasst hätte. Sagen wir es mal so: Ich war froh, dass ich zu meiner Zeit nicht mit Hauptschülern die Schulbank drücken musste, auch wenn es vielleicht gemein klingt. Es ist wirklich nicht böse gemeint, aber ich denke nicht, dass man den Realschülern damit einen Gefallen tut.......
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von mike_berlin mike_berlin ist gerade offline | 11.6.2009 9:35 Uhr
Verlosung
Hoffentlich losen sie zukünftig auch ein Drittel der Senatspolitikerstellen in Berlin aus.
Dann haben wir wenigstens die Chance auf ein paar vernüftige in der Regierung.
Comment
von vasafay vasafay ist gerade offline | 11.6.2009 9:59 Uhr
Hm....
Ich glaube, das machen die schon. Das würde zumindest erklären, warum die alle auch ohne das Erbringen von Leistung bleiben dürfen ;)
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von columbo columbo ist gerade offline | 11.6.2009 10:47 Uhr
Mehr Schüler?
"...dass wir damit künftig mehr Schüler als bisher zum Abitur führen können."

Ach so! Aha! Hm. Hä?

Habe ich etwas überlesen, wurden mehr Gymnasialplätze oder neue Lehrerstellen für mehr Klassen geschaffen, oder sogar neue Gymnasien gegründet? Nein? Wieso werden dann mehr Schüler als bisher Abitur machen? Folgt das aus dem Losverfahren? Wenn ja, sehe ich den Zusammenhang nicht. Trotz Abitur.
Comment
von vasafay vasafay ist gerade offline | 11.6.2009 14:08 Uhr
Noch 'ne Verlosung?
....vielleicht wird das Abitur ja als nächstes verlost - wer weiß? xD
Comment
von insider1 insider1 ist gerade offline | 11.6.2009 14:35 Uhr
Verdummung
Es ist bedauerlich, wie groß die Anzahl der Forumsteilnehmer ist, die entweder nicht wissen, zu welchem Thema sie schreiben, oder aber gezielt dazu beitragen wollen, Andere zu verdummen.
Hier soll doch nicht gelost werden, wer aufs Gymnasium darf und wer nicht. An den Zugangsregeln zum Gymnasium ändert sich nämlich gar nichts. Es gibt Schulempfehlungen, die, wie in der Vergangenheit, für Kinder und Eltern n i c h t ! verbindlich sind. Heißt, dass künftig wie in der Vergangenheit, die Kinder mit ihren Eltern allein die Entscheidung treffen, ob sie ihr Kind (ggfls. gegen eine Empfehlung) zum Gymnasium anmelden. Das Losverfahren bezieht sich allein darauf, was zu geschehen hat, wenn auf einem Gymnasium mit einer Platzkapazität von 100 Schülern 200 Schüler angemeldet werden. Jeder vernünftig denkende Mensch erkennt, dass es dann einen Mechanismus geben muss, wie der Zugang zu den 100 Plätzen geregelt wird. Die jetzt beabsichtigte Regelung sieht vor, und das stärkt das von allen geforderte Schulprofil der einzelnen Gymnasien, dass zunächst 60 Schüler von der Schule nach den Kriterien der Besteignung für das Profil den Zugang erhalten. 10 Plätze werden nach Härtefallkriterien (z.B. Geschwisterkinder o.ä.) vergeben. Die anderen 130 Schüler haben die Chance, die verbliebenen 30 Plätze im Losverfahren zu bekommen. Damit sind die 100 Plätze auf dem Gymnasium sachgerecht und gerecht verteilt. Die anderen Schüler gehen nicht etwa in die Sekundarschule, sondern erhalten einen Platz auf einem Gymnasium...nur eben nicht auf dem, an dem sie sich angemeldet haben.
Werte Forumsteilnehmer: Wie bitte soll besser verfahren werden?
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von halfscot halfscot ist gerade offline | 11.6.2009 16:06 Uhr
Insider?
Ein Insider sollte eigentlich jemand sein, der Ahnung von dem hat, was er von sich gibt. Sie entwickeln ein interessantes Beispiel, welches in der Frage gipfelt: Wie bitte soll besser verfahren werden? Ich gebe Ihnen gern eine Antwort, nämlich indem von den anderen 130 Schülern diejenigen aufs Gymnasium kommen, die in Gesprächen und Aufnahmetests ihre Befähigung nachweisen, das Abitur nach 12 Jahren ablegen zu können. Diese Tests müssten allerdings justiziabel sein, damit sich keiner ans Gymnasium klagen lassen kann. Auf die Klagewelle bei Lospech bin ich auch schon gespannt. Meine langjährige Erfahrung lässt mich da nichts Gutes ahnen.
Übrigens steht es den Forumsteilnehmern frei, ihre Meinung zu äußern, kritische Kommentare zur ideologischen Schulreform würden auch unserer Presse nicht schaden. Die Verdummung, die Sie den Forumsteilnehmern vorwerfen, adressieren Sie bitte an die sogenannten Bildungsexperten von Rot Rot.
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von denharrow denharrow ist gerade offline | 11.6.2009 16:16 Uhr
Offenbar hat niemand verstanden
(editiert. Bitte entwerten Sie Ihren Beitrag nicht durch unnötige Polemik. Die Redaktion/jk) Offenbar hat niemand verstanden, dass es Losverfahren nur an einigen wenigen Schulen geben wird, die sehr beliebt sind und nur dann, wenn mehr Antragsteller als Plätze vorhanden sind, sonst kommt es zu diesem Verfahren gar nicht. Selbstverständlich ist es klar, dass die Schule einen Großteil der Schüler aussuchen darf. Nur muß eben auch der Elternwille berücksichtigt werden. Das geht nur als Kompromiß. Wer hier ausschließlich eine Art numerus clausus als Aufnahmebedingung einführen möchte, der versteht nicht, dass 12jährige in ihrer Entwicklung noch relativ am Anfang stehen. Mittelmäßige Grundschüler können gute bis sehr gute Gymnasiasten werden - und umgekehrt. Deshalb dürfen die Noten in der 6. Klasse nicht das einzige Aufnahmekriterium sein. Leider ist Menschen wie aznar eine differenzierte Sicht auf ein Thema nicht möglich. Es gruselt mich, so einen Mist lesen zu müssen. " Gleichmacherei ", " alle dumm " und " DDR "( darf ja nie fehlen )haben mit diesem Verfahren nichts zu tun. Gleiche Chancen sind keine Gleichmacherei, sondern sollten in unserem Land eigentlich eine Normalität sein. Es geht allein um die Frage, ob ein gesunder Interessenausgleich für alle Beteiligten gefunden wurde oder nicht. Selbst der Landeselternausschuß war für eine Losquote ( wenn auch nur von 25 % ). Über die prozentuale Verteilung kann man auch gerne unterschiedlicher Meinung sein. Wichtig ist, dass die Schulen personell so gut ausgestattet werden, dass möglichst vielen Schülern ein Abitur ermöglicht werden kann. Das muß doch das Ziel sein ! Teilungsstunden, Fördermöglichkeiten........und kein Ausschluß vieler Schüler von der Abiturmöglichkeit.
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von halfscot halfscot ist gerade offline | 11.6.2009 17:15 Uhr
Widerspruch
Mittelmäßige Grundschüler können gute bis sehr gute Gymnasiasten werden Diese Aussage stimmt nur bedingt. Ich bin seit fast 30 Jahren Lehrer und erlebe jedes Jahr einen neuen Jahrgang 7. Klassen an meiner Schule. Die meisten Schüler ohne Gymnasialempfehlung schaffen das Probehalbjahr nicht. Das kann schon mal fast 1/3 der Klasse sein. Maximal fünf Schüler der Klasse haben das intellektuelle Potenzial und/oder den nötigen akademischen Ehrgeiz, um ein gutes Abitur zu schaffen. Der Rest schummelt sich so durch, was im Berliner System nicht schwer ist.
In dem Punkt DDR gebe ich Ihnen Recht, denn 80% meiner Schüler hätten keinen Zugang zur Erweiterten Oberschule der DDR erhalten.
Gleiche Chancen sollten alle haben, aber nur dann, wenn sie über die nötigen Fähigkeiten verfügen, und das kann man auch bei 12jährigen leicht feststellen, aber nicht per Losverfahren!
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von dali dali ist gerade online | 11.6.2009 17:23 Uhr
Das interessiert HIER nur leider keinen, @denharrow,
staat das zu sehen, was denharrow hier ausführt,
wird lieber stammtischmäßig über verlostes Abitur bis verloste Parlamentssitze schwadroniert,
Wowi-Bashing betrieben oder sonstwelche irrwitzigen Einwendungen gebracht.
Ich weiß wirklich nicht (zumal die Aussortier-Keule ja süätestens nach einem Jahr zuschlägt), warum ein Schüler aus Neukölln (so es ihm nicht zu weit ist) nicht in Dahlem auf's Gymnasium sollte,
bzw. ich weiß schon, warum die Kommentatoren das nicht wollen,
aber das sagen sie nicht...
Comment
von halfscot halfscot ist gerade offline | 11.6.2009 18:09 Uhr
Tja Dali...
Und dann beschweren Sie sich wieder über Ihre dummen Studenten, oder habe ich da in früheren Kommentaren etwas falsch verstanden?
Sie wissen doch ganz genau, dass es dem Senat nicht um das von Ihnen schön gewählte Beispiel geht. Es spricht ja auch nichts dagegen, wenn der Schüler was drauf hat, oder?
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von dali dali ist gerade online | 11.6.2009 19:05 Uhr
Nee, da irrt sich @halfscot nicht,
was ich nach wie vor fordere sind WENIGE Gymnasien unter Beibehaltung der grundständigen und solchen ab der 7.,
ALLE anderen Schüler aber mögen auf eine Schule gehen, auf der sich sich allerdings mit 13 Schuljahren auch zu einem Abi qualifizieren kann..
Comment
von blitzableiter blitzableiter ist gerade offline | 11.6.2009 23:23 Uhr
Probejahr ist ein Witz
Wo schlägt denn bitte schön eine Aussortierkeule rum? Wir haben doch gelesen, dass 70% der Schüler, die mit Realempfehlung ans Gymnasium kommen, auch dort bleiben. Das ist nicht so, weil diese von ihren Grundschullehrern (die natürlich absolut keine Ahnung haben) falsch eingeschätzt wurden. Was meinen Sie, was ein Lehrer am Gymnasium zu hören kriegt, wenn er mehr als einen (oder höchstens zwei) Schüler nicht durchs Probehalbjahr bringt?

Verlasst Euch bloß nicht auf dieses Probejahr! Das ist kein Instrument zur Regulierung von Fehlentscheidungen sondern reine Augenwischerei. Es werden (fast) alle bis zum Abitur durchgeschleift, wenn sie nicht irgendwann von selbst das Handtuch werfen. Und so wird es bleiben.
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von unbekannt | 11.6.2009 17:01 Uhr
Welche Sorge ...
treibt die hier Schreibenden? Das Gymnasium ist doch nicht die allein seligmachende Schule! Mir erscheinen die Beiträge wie von extrem Konservativen (im wahrsten Sinne des Wortes - konservierend - Konserve). Soll denn unser Schulsystem der Auslese ewig so bleiben? Ist es so gut, dass sich daran nichts ändern darf? Die Sekundarschule ist der richtige Schritt für eine Reform - auch wenn manche meinen, neben "Hauptschülern" schlecht gelernt zu haben. Was beweist das? Schule kann heute mehr als vor 10 Jahren - wenn sie denn ordentlich ausgestattet wäre! Darum aber scheint sich das Schreibervolk hier kaum zu kümmern - so als wenn die Schulwelt ganz in Ordnung sei! Unsere Schüler scheitern in ihrer Karriere nicht an Aufnahmekriterien, sondern am schlechten Zustand (personell und materiell) der Schulen! Darüber gehörte sich wahrlich aufgeregt - über den Senat, der dies zu verantworten hat! Wacht endlich auf!
Comment
von commentator commentator ist gerade offline | 11.6.2009 19:44 Uhr
Selektion


Zitat von rotehand

Soll denn unser Schulsystem der Auslese ewig so bleiben?



Nein.
Soll es nicht. Aber Auslese ist unverzichtbar. Nach Leistung.

Chancengleichheit beginnt aber bereits im Vorschulalter. Wenn dort nicht angesetzt ist, wird es später von Jahr zu Jahr schwieriger.
Begabte Kinder und Jugendliche aus "bildungsfernen" Familien sind früh zu fördern. Das bedeutet, viel eher (erheblich mehr als heute) Mittel in die Hand zu nehmen und nicht Jahre später die Lostrommel.

Zugang zum Gymnasium kann nur leistungsorientiert gewährt werden.
Wenn ein Gymnasium besonders beliebt ist, dann können dort eben nur die Besten der Guten ihr Abitur machen und die Guten machen es anderswo. Und irgendwann muss es dann auch einen Schnitt geben, der heißt: Deine Leistung ist nicht schlecht, aber DAZU nicht gut genug.
Um hier keine Endgültigkeiten zu konstruieren, sollten allerdings die Möglichkeiten eines späteren zweiten Anlaufes erweitert werden.

Elternwille wie Los können keine Kriterien sein.
Comment
von blitzableiter blitzableiter ist gerade offline | 11.6.2009 23:11 Uhr
Leistung wird verhöhnt!
Schon mal in einer Gesamtschule gewesen? Schüler, die hier Lernwille und vielleicht sogar Leistung zeigen, werden gemobbt. Es ist ein reiner Spießrutenlauf. Bloß nicht auffallen lautet die Devise, heimlich lernen und ab und zu absichtlich eine schlechtere Note fangen. Die Coolsten (heißt die mit dem unmöglichsten Verhalten und den schlechtesten Noten) setzen die Maßstäbe. Und das ABI ist ein Witz.

Na gut, das ist natürlich wieder kein Beweis - nur meine Erfahrungswerte. Möglich, dass es auch unter den Gesamtschulen ganz andere gibt.

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