Berlin : Familienbande

Wie der Zoo das mutterlose Gorillababy Makoua an andere Affen gewöhnt

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Sie haben zwar versprochen, das Gorillababy Makoua an die Aufzuchtstation in Stuttgart abzugeben, wenn es vier Monate alt ist, aber überzeugt sind sie von der Lösung nicht. Also suchen die Affenpfleger des Berliner Zoos weiter nach Wegen, den Babyaffen hier zu behalten. Zum Beispiel, indem sie ihn an andere Affen gewöhnen. Tierpfleger Reimon Opitz, der Makoua mit Flasche und Windeln großzieht, weil der von seiner Mutter Effi nicht angenommen wurde, setzt sich nun täglich mit dem MiniGorilla in den Käfig der Größeren. Der erste Kontakt sind Sangha und Djambala, vier und drei Jahre alt, die ebenfalls per Hand aufgezogen werden mussten. Dass der ehemalige Zoodirektor früher mit Djambala Ausflüge in die Stadt machte und sie auf Streicheltermine mitnahm, hat dem Berliner Zoo Kritik von der Artenschutzkommission eingebracht. Bei Makoua macht man es nun anders. Bisher ist Opitz mit der Familienzusammenführung zufrieden. Sangha ließ sich Makoua auf den Bauch legen, gestern klemmte sie ihn unter den Arm und wollte ihn gar nicht mehr hergeben. Wenn es weiter gut läuft, hofft man, den kleinen Gorilla mit dem blonden Haarschopf behalten zu können. ari

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