''Fashion Week'' : Bread-and-Butter-Chef wirbt in New York für Berlin

Der Chef von „Bread and Butter“, Karl-Heinz-Müller, wirbt auf der New Yorker „Fashion Week“ für den Flughafen Tempelhof, wo ab Sommer die Modemesse stattfinden soll.

Ralf Schönball

„Die Location kommt unglaublich gut an“, sagte Müller dem Tagesspiegel. Er habe mit Verantwortlichen für das Label „RRL“ aus dem Konzerns „Ralph Lauren“ gesprochen, mit Managern von „Diesel“ und „G-Star“. Außerdem sei das Interesse der „weltweit führenden Kunstmesse“ groß, das Flughafenareal zu nutzen. Wer das ist, wollte Müller noch nicht sagen.

Müller widersprach der Darstellung, dass es eine vertraglich vereinbarte „strategische Partnerschaft“ zur Vermarktung des gesamten Flughafen-Areals mit der landeseigenen Verwalterin des Areals, der „Berliner Immobilienmanagement“ gebe. „Aber wenn wir Berlin hochwertige Events zuspielen können, dann werden wir das tun“, sagte Müller.

Die Verluste von zwei Firmen seiner Gruppe im Jahr 2007 erklärte der Messemacher mit „den Bemühungen, am Standort Berlin festzuhalten“. Müller hatte vor dem Wegzug von Berlin nach Barcelona die „Bread and Butter“ an beiden Standorten gleichzeitig veranstaltet. Dies habe sich nicht gerechnet, so dass bei einer Veranstaltung im Kraftwerk Mitte Verluste in Millionenhöhe entstanden seien. Auch die Mieten für die Nutzung von Hallen hätten Spuren in der Bilanz hinterlassen, weil die Flächen nach dem Umzug der Messe nach Barcelona nicht mehr genutzt wurden. „Unser Unternehmen ist gesund“, sagte Müller und kündigte an, in Kürze die Geschäftszahlen für das Jahr 2008 vorzulegen. In Barcelona sei die Bread & Butter zur wichtigsten Messe für junge Mode geworden. Die Fortsetzung der Erfolgsgeschichte in Berlin stehe außer Frage. Alle namhaften Aussteller kämen auf das Flughafenareal, und „der größte Aussteller in Barcelona, Ed Hardy, will sein Engagement noch verstärken“, sagte Müller. Ralf Schönball

0 Kommentare

Neuester Kommentar