Berlin : Fassungslos in der HorxoSphere - eine Diskussion hinter verschlossenen Türen

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In höhere HorxoSpheres beamen sich die Teilnehmer der "meeting the best"-Zukunftskonferenz, die noch bis heute im Hotel Maritim und an ausgewählten Orten stattfindet. Das Zusammentreffen von Zukunftsforschern, Trendspezialisten und Unternehmern steht unter dem vielversprechenden Motto "Die Zukunft gehört denen, die sie gestalten" und orientiert sich an dem von Matthias Horx und seinem Kollegen Prof. Peter Wippermann aus dem Hamburger Trendbüro erdachten Sphärenmodell, den "SphereLabs": Diskutiert und gelernt wird beispielsweise in der "KnowledgeSphere", der "BodySphere" sowie in der "PolitoSphere".

Das Konferenz-Vehikel wurde von Volkswagen ins Rollen gebracht, und so waren zur eröffnenden Pressekonferenz neben Trendforscher Horx auch Peter Hartz, Mitglied des Vorstandes des Wolfsburger Automobilkonzerns und der Geschäftsführer der Volkswagen Coaching, Rolf Grönig, gekommen. Zu den geladenen Fachleuten gehören unter anderem John Naisbitt, Prof. Reimer Gronemeyer von der Universität Gießen ("Lust an der Askese"), Norm Green und Prof. Jesco Freiherr von Puttkamer, der in seiner Eigenschaft als Nasa-Experte die TechnoSphere im Schöneberger Planetarium leiten wird. Peter Glotz steht der politischen Sphäre im Schöneberger Rathaus vor. Die Konferenz soll laut Peter Hartz "Ausblicke auf zukünftige Trend und Entwicklungen in allen Feldern menschlichen Daseins bieten und die Basis für einen Austausch zwischen allen Beteiligten schaffen". Gewollt sei ein fruchtbarer Dialog zwischen Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Kultur.

Zu einem lapidaren "So wie es aussieht, wird die Menschheit auch im 21. Jahrhundert überleben", ließ sich Horx schon zu Beginn des zukunftsweisenden Zusammtenrreffens hinreißen. Einen "epochalen Wandel" diagnostizierte der Trendforscher für das Ende des 20. Jahrhunderts: "Wie damals, als Millionen Bauern in die Städte zogen und Arbeiter und schließlich Angestellte wurden, ziehen wir in das Reich der Information und Kommunikation ein - verunsichert, erstaunt, bisweilen fassungslos", dozierte Horx, ehemaliger "Zeit"-Redakteur mit Faible für Medien-Intelligenz, vor großem Publikum. Was eigentlich herauskommt bei der Zukunftskonferenz, abgesehen von dem viel beschworenen "Social Gathering" der Generation Golf bei sogenannten "Berliner Abenden" (Buletten, Schrippen und Schnauze mit Herz...), bleibt anscheinend fürs erste hinter verschlossenen Türen. "Wir sind keine Propheten", bekannte Horx, "sondern Menschen, die sich in einer Laborsituation mit der Zukunft auseinandersetzen und daraus lernen." Für ihn ist zumindest eines jetzt schon klar: "Menschen verändern sich nur, wenn sie müssen."

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