Berlin : Fast zynisch

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LESERBRIEF DES TAGES

Betrifft: „Auf Attentäter schlecht vorbereitet“ vom 5. Januar 2003.

Ihren Artikel über das unsichere Leben des israelischen Botschafters in Berlin könnte man versuchen, als eine unbeholfen ehrliche Berichterstattung zu verstehen. Aber das gelingt mir leider nicht. Ich habe einen CDULokalpolitiker mit vier oder fünf Personenschützern gesehen. Und da gibt es für die gesamte Israelische Botschaft nur zwei Wachmänner? Das kann doch nicht wahr sein. Fast ins Zynische gerät Ihr Artikel auch aus anderem Grund: Wie oft habe ich im Tagesspiegel gelesen, das Verhalten der isrealischen Sicherheitskräfte bei der Erstürmung des Konsulats durch militante Kurden sei keine Notwehr gewesen. Nachdem wir Deutschen die Sicherheit des Konsulats nicht sicherstellen konnten, finde ich es ungeheuerlich, die Israelis zu verurteilen, wenn sie sich selber verteidigen mussten.

Rudolf Kimbel, Berlin

Der Tagesspiegel berichtet, die Leser antworten. An dieser Stelle deshalb der Leserbrief des Tages – so aktuell wie die Berichterstattung. Zuschriften bitte an: Der Tagesspiegel, Demokratisches Forum, 10876 Berlin. Sie können auch faxen: 030/26009-332. Per E-Mail: leserbriefe@tagesspiegel.de

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