Berlin : FDP: Gelb-grünes Fingerhakeln

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Die Begeisterung für ein mögliches Berliner Senatorenamt soll sich laut Süddeutscher Zeitung beim FDP-Spitzenkandidaten Günter Rexrodt in Grenzen halten. Der FDP-Landeschef erklärte gegenüber dem Tagesspiegel, dass er sich das "immer offen" halte, ob er nach einem FDP-Wahlergebnis über fünf Prozent entweder Fraktionschef der Liberalen im Abgeordnetenhaus oder Senator werden wolle. "Das hängt natürlich davon ab, ob wir in der Regierung oder Opposition sein werden", sagte Rexrodt. "Für mein Ego brauche ich einen Senatorenposten aber sicher nicht."

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Rexrodt hält sich nach wie vor mit Koalitionsaussagen zurück. Die FDP stehe lediglich dafür, eine Regierung mit der PDS zu verhindern. Für eine FDP-CDU-Regierung gibt es zurzeit in Berlin keine Mehrheit, deshalb liebäugeln die Liberalen mit einer Ampelkoalition. Rot-Gelb-Grün ist seit den Hamburger Wahlen für die Berliner Grünen allerdings eine Kombination von Farben, die sich beißen. Spitzenkandidatin Sibyll Klotz möchte eine Koalition mit der FDP nicht kategorisch ausschließen. Sollte die Hamburger FDP aber ein Regierungsbündnis mit CDU und der rechtspopulistischen Schill-Partei eingehen, "sinkt die Begeisterung für eine Ampelkoalition in Berlin", sagte Klotz. FDP-Kontrahent Rexrodt warnte Klotz davor, den Liberalen zu drohen. "Wer sich mit der PDS an die Macht hieven lässt, sollte es tunlichst unterlassen, uns Koalitionshinweise zu geben." Die Berliner SPD indes schaut sich die Wahlkampfscharmützel in ausreichendem Abstand an. Und schweigt.

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