Feiern beim CSD : Berlin hüpft für die Vielfalt

Der Christopher-Street-Day ist längst nicht mehr nur eine Parade der Lesben und Schwulen, sondern ein Straßenfest für ganz Berlin. Ein Überblick über das volle Programm.

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Jede Menge Paradiesvögel wird es wohl auch in diesem Jahr auf dem Christopher-Street-Day zu sehen geben.
Jede Menge Paradiesvögel wird es wohl auch in diesem Jahr auf dem Christopher-Street-Day zu sehen geben.Foto: dpa

Sonst ist es der große Gähner, hier die tolle Nachricht: Zum Finale der Christopher-Street-Day-Parade am Sonnabend steht eine Hüpfburg am Brandenburger Tor – nicht für vergnügungssüchtige Kerle in Leder, sondern für die vielen Kinder, die inzwischen in lesbischen und schwulen „Regenbogenfamilien“ aufwachsen. Damit ist der Demo- und Feiertag für die Rechte von Lesben, Schwulen, Transsexuellen und Intersexuellen wohl endgültig im bürgerlichen Leben angekommen. Ab 17 Uhr spielen außerdem Bands, und es treten kämpferische Redner auf mehreren Bühnen auf. Bei Sportaktionen kann jeder mitmachen, passend zum Motto „Fairplay für Vielfalt“.

Die Route
Die RouteGrafik: TSP

Um 12.30 Uhr beginnt die Parade am Ku’damm. Für alle Unbeteiligten heißt es dann: Beim Shoppen bitte Ohrschützer aufstülpen und winken, wenn die 53 Techno-Trucks vorbeiziehen. Kleiner fällt die Parade in Kreuzberg aus, beim Transgenialen CSD. Der startet um 14 Uhr an der Ecke Besselstraße/Friedrichstraße und führt zum Heinrichplatz. Abends kann sich die Partymeute dann aussuchen, wo es hingehen soll. Die Lesbenparty „Girltoxic“ steigt um 21 Uhr im ADS, der ehemaligen Maria, an der Schillingbrücke. CSD-Closing-Party mit Westbam und Glora Viagra ist ab 23 Uhr im Weekend Club, Alexanderplatz 7 (Eintritt: 15 Euro). Aufwärmen können Feierfreudige sich am Freitag mit der Opening-Party im Tresor, Köpenicker Straße 70, in Mitte. Sogar Eric D. Clarke ist ab 23 Uhr als DJ dabei (Eintritt: 12 Euro).

Wegen des CSD ist die Straße des 17. Juni bereits ab heute, 14 Uhr, nicht mehr befahrbar. Die Sperrungen bleiben bis 13. Juli zwischen Yitzhak-Rabin- Straße und Ebertstraße bestehen. Grund ist die Fashion Week, die am Brandenburger Tor ihre Zelte aufschlägt.

Infos und Programm: www.csd-berlin.de

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