Berlin : Feiern in Rot-Weiß

Türkisches Volksfest am Brandenburger Tor

Suzan Gülfirat

„Türkiye, Türkiye“, hallte es am gestrigen Sonnabend über den Potsdamer Platz. Überall in der Stadt hingen in den letzten Tagen Plakate, die als Treffpunkt für den „Türk Günü – Türkischen Tag“ diesen Platz angaben. So kamen auf dem großen Platz vor dem Hotel Ritz-Carlton gegen Mittag etliche Berliner Türken zusammen. Von dort aus zog die Menge – allen voran eine mit Trommeln und Tröten ausgestattete osmanische Militärkapelle – zum Brandenburger Tor. Die Festmeile zum fünften „Türk Günü“ auf der Straße des 17. Juni, wo gestern das größte türkische Kulturfest in Europa gefeiert wurde, füllte sich nach und nach mit wehenden rot-weißen türkischen und einigen aserbaidschanischen Fahnen.

Dort roch es vor allem nach gegrilltem Kebabfleisch, und aus den Boxen der zwei Bühnen zwischen Tor und dem Kleinen Stern brummten Musikstücke der türkischen und deutschen Charts. Bereits am Mittag waren an die 10 000 Menschen zusammengekommen. Gegen Abend sollten der deutsch-türkische Künstler Muhabbet aus Berlin, der Sänger Haluk Levent aus der Türkei und die Berliner Tanzgruppe Flying Steps Stimmung machen.

Ziel des Organisationskomitees des „Türk Günü“ ist es, die Verbundenheit der Türken mit Deutschland und Europa zu zeigen. Die Schirmherrschaft hatte daher die Migrationsbeauftragte der Bundesregierung, Maria Böhmer (CDU), übernommen.

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