Berlin : Feiern statt fahren: Auf Umwegen ins neue Jahr

Wegen der großen Silvesterparty am Brandenburger Tor werden ab Montag zentrale Straßen gesperrt. Erst am 2. Januar geht’s wieder direkt von Ost nach West

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Der nahende Rutsch ins neue Jahr kündigt sich mit umfänglichen Verkehrsbehinderungen rund ums Brandenburger Tor an: Bereits von Montag früh an werden wegen der zentralen Silvesterfete Straßen abgesperrt. Als erstes werden die Straße des 17. Juni ab dem Großen Stern sowie Unter den Linden zwischen Pariser Platz und der Friedrichstraße abgeriegelt. Dann wird mit dem Aufbau der Bühnen und Buden und der Montage des 40 Meter hohen Riesenrades begonnen.

Als OstWest-Verbindung bietet sich zunächst für Autofahrer die John-Foster-Dulles-Allee an. Die Entlastungsstraße wird dann von Dienstag, dem 30. Dezember, an gesperrt. Ebenso die Luisenstraße, die ab der Reinhardtstraße dicht ist. Am 31. Dezember werden dann ab sieben Uhr morgens zusätzlich noch die John-Foster-Dulles-Allee und die Dorotheenstraße zwischen Luisen- und Ebertstraße gesperrt. Außerdem sind ab dem Silvestertag die Paul-Löbe-Allee sowie die Scheidemannstraße für Autos tabu.

„Weiträumig umfahren“, empfiehlt die Polizei all denjenigen, die trotzdem nicht auf das eigene Auto verzichten wollen. Um von Ost nach West oder umgekehrt zu kommen, bleiben dann nur noch die Strecken über Alexanderplatz, Oranienburger und Torstraße oder die Leipziger Straße. Auf jeden Fall sei mit erheblichen Behinderungen zu rechnen, warnt die Verkehrspolizei. Man müsse Zeit und Geduld mitbringen.

Weil die Partymeile in diesem Jahr kleiner ausfällt als beim vergangenen Fest, bleibt der Große Stern frei – also kann die Nord- Süd-Verbindung von Altonaer Straße, Spreeweg zur Hofjägerallee befahren werden. Nach dem Silvesterfest wird noch ein Tag benötigt – für’s Aufräumen und Abbauen. Ab 1. Januar um 24 Uhr können die Berliner dann wieder kreuz und quer durch ihre Stadt fahren, ohne mit größeren Behinderungen rechnen zu müssen.

Das Programm der Silvesternacht ist – trotz Sparausgabe – gewaltig: Um 18 Uhr geht es los mit Musik vom Radiosender 104,6. Insgesamt gibt es vier Bühnen mit diversen Unterhaltungshighlights: Auf der Bühne am Pariser Platz spielen um 21.45 Uhr die Puhdys und ab 22.20 Uhr werden Silvesterpartys aus aller Welt gezeigt. Bereits um 21.15 Uhr treten dort die Hochseilartisten der Traber-Familie mit einem „Pas de deux“ auf. Im vergangenen Jahr hatten sich in 30 Meter Höhe Alois Traber und seine „Sandkastenliebe“ Bellinda das Ja-Wort gegeben (der Pfarrer stand auf der Hebebühne). Auf weiteren Bühnen am Brandenburger Tor und in der Schadowstraße gibt es Disco und Live-Musik unter anderem von Deutsch-Popper Oli P. und der Combo Mister President. Wer die Puhdys am Pariser Platz verpasst hat, kann das um 22.50 Uhr wieder gut machen – und zur Bühne am Kleinen Stern eilen, wo die Ostrocker eine Stunde lang spielen werden. Die einzigen Programmpunkte, die für alle Bühnen gelten, sind der Jahresend-Countdown und um 0.00 Uhr das zwölfminütige Feuerwerk.

Danach heißt es überall: Tanzen bis zum Umfallen, Ende offen. Wer da noch Energie übrig behält und sich die Partymeile im halbsanierten Zustand angucken will, sollte seine Joggingschuhe bereitstellen – und am Neujahrstag kurz vor 12 Uhr schon wieder am Brandenburger Tor antraben. Dann startet dort nämlich der vier Kilometer lange Neujahrslauf. Der macht den Kopf frei – und dient einem guten Zweck: dem Kinderhilfswerk von Unicef. ari/weso

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