Berlin : Feinde vermehren

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kam über Mazedonien und Österreich nach Berlin. Der fünf Millimeter kleine Schmetterling legt Eier auf dem Blatt ab, die Larve frisst sich durchs Gewebe und zerstört es.

Die wollige Napfschildlaus hängt in etwa zwei Meter Höhe fest an der Rinde, selbst starker Regen spült sie nicht ab. Der Schädling saugt an Ahorn, Linde und Kastanie und weicht sie auf.

Gefährliche Artgenossen sind der Eichenwickler, der der in Berlin ohnehin sehr kranken Eiche zusetzt. Es gibt auch Bergahornminiermotten und Lindenminiermotten. Klassiker ist die Blattlaus mit ihren klebrigen Exkrementen.

Das Pflanzenschutzamt Berlin unternimmt seit 2003 eine Versuchsreihe; die Kosten bis Oktober 2006 in Höhe von 800000 Euro tragen Land und EU. Erprobt werden Pflaster und Tafeln mit Duftstoffen an den Kastanien etwa an der Treptower Buntzelstraße sowie im Park am Schloss Charlottenburg. Männchen und Weibchen werden angelockt und bleiben kleben. In Versuchsreihen wird die Schlupfwespe, der natürliche Feind der Motte, gezielt vermehrt.

Fegen und Laubsammeln sind das sicherste Mittel. Mieter sollten die Blätter in Säcke verpacken und in den Hausmüll geben. Hausbesitzer müssen die luftdichten Säcke mit Laub mindestens bis Juni des Folgejahres stehen lassen, damit die Puppen absterben. Wer kompostiert, muss eine Folie und eine mindestens 10 Zentimeter dicke Erdschicht über das Laub geben. kög

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