Feinstaub in Berlin : Senat verlangt Partikelfilter für Stromgeneratoren

Mobile Stromerzeuger auf Baustellen und bei Veranstaltungen müssen ab Oktober Partikelfilter haben, damit der Senat sie genehmigt. Das soll gegen Feinstaub helfen.

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Ungesund. Baustellen gelten als bedeutende Verursacher von Feinstaub.
Ungesund. Baustellen gelten als bedeutende Verursacher von Feinstaub.Foto: Thilo Rückeis

Der Senat unternimmt einen weiteren Anlauf, das Feinstaubproblem in den Griff zu bekommen. Ab Oktober will die Stadtentwicklungsverwaltung nach eigenen Angaben für Veranstaltungen im Freien und Bauarbeiten den Einsatz von Partikelfiltern für mobile Stromgeneratoren vorschreiben. Bei Verstößen drohten dann Bußgelder. Die Bezirksämter, die ebenfalls viele „immissionsschutzrechtliche Genehmigungen“ erteilen, sollen die Landesregelung übernehmen.

Durch die neue Vorgabe will der Senat erreichen, dass nur noch Generatoren verwendet werden, die dem aktuellen Stand der Technik entsprechen – oder, noch besser, möglichst Strom aus dem allgemeinen Netz genutzt wird. So soll ein vermeidbarer Ausstoß von Schadstoffen verringert werden. Dieselruß gehört zu den schädlichsten Bestandteilen des Feinstaubs, der als Auslöser für Atemwegs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie teilweise als krebserregend gilt.

Bis zu 18 Überschreitungstage

Als lokale Hauptursache gilt der Straßenverkehr, wo die Partikel vor allem aus Dieselmotoren ohne Rußfilter stammen, aber auch aus Abrieb von Reifen und Bremsen.

Die EU-Richtlinie zur Luftqualität schreibt vor, dass der Grenzwert von 50 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft an höchstens 35 Tagen im Jahr überschritten werden darf. Seit Beginn dieses Jahres wurden an den Berliner Luftmessstellen bis zu 18 Überschreitungstage registriert – meist bei trübem, kalten Wetter mit geringem Luftaustausch. Berlin muss gegenüber der EU-Kommission nachweisen, dass die Verwaltung alles Angemessene zur Verbesserung der Luftqualität unternimmt. Sonst drohen Strafzahlungen.

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