Berlin : Fenstersprünge, Flucht und Suizidversuche

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OKTOBER 2005

Aus Angst vor der Abschiebehaft sprang ein 39-jähriger Afrikaner aus dem Fenster im vierten Stock einer Wohnung in Wilmersdorf, nachdem die Polizei ihn festnehmen wollte. Der Mann aus Ghana war illegal in Deutschland. Er wurde per Notoperation

gerettet.

JULI 2005

Während eines Freigangs im Abschiebegewahrsam Grünau flüchtete ein 27-jähriger Georgier durch einen Sprung über eine 3,80 Meter hohe Mauer. Erst wenige Wochen zuvor waren zwei Häftlinge geflüchtet, indem sie die Gitterstäbe ihrer Zelle durchsägten, sich dann mit einem Laken aus dem Fenster abseilten und über den Hof verschwanden.

MÄRZ 2003

Von Mitte Januar bis März zählte die Polizei 31 Fälle von „Selbstverletzungen“. Es kam zu einem längeren Hungerstreik.

MAI 2001

Der Flüchtlingsrat beschreibt die Zustände im Gewahrsam als „unmenschlich“. Insassen, die zum Zahnarzt müssen, würden mit auf dem Rücken gefesselten Händen auf den Zahnarztstuhl gesetzt. tabu

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