Berlin : Feste feiern: Heute: Party, Feuerwehrjubiläum, Kirmes und strampelnde Radler

tabu/kt

Die Qual der Wahl kann grausam sein. Muss sie aber nicht, wenn man sich dazu durchringen kann, von allem ein bisschen mitzunehmen. Alle feierlaunigen Berliner haben an diesem - hoffentlich sonnigen - Juni-Wochenende gleich mehrere Festivitäten zur Auswahl.

Lesbisch-Schwules Stadtfest

Zum neunten Mal werden heute und morgen wieder Hunderttausende auf dem Lesbisch-Schwulen Stadtfest rund um die Motzstraße in Schöneberg flanieren - und zwar nicht nur Lesben, Schwule und Bisexuelle. In dem traditionellen Homo-Kiez sind auf 24 000 Quadratmetern Party-Fläche fünf Bühnen aufgebaut, unzählige Bier-, Bar- und Verkaufsstände säumen die Straßen, und etwa 220 Organisationen informieren über ihre Arbeit. An beiden Tagen beginnt das Fest um 11 Uhr und dauert bis 22 Uhr. Talkrunden mit Bezirksbürgermeister Dieter Hapel (Sonnabend) und Gregor Gysi (Sonntag) beginnen jeweils um 15 Uhr.

Jubiläum der Feuerwehr

150 Jahre Feuerwehr wird auf allen Straßen und Freiflächen am Potsdamer Platz gefeiert. Neben den rund 70 historischen und modernen Feuerwehrfahrzeugen, einem Ballett der Feuerleitern im Scheinwerferlicht, Tauchern und Kletterern, wird auch einiges zum Staunen geboten. Heute ab 10 Uhr rollen Feuerwehr-Oldtimer aus ganz Deutschland und moderne Einsatzfahrzeuge im Korso von Charlottenburg über den Kurfürstendamm und Tauentzienstraße zur Stadtmitte.

Deutsch-Französisches-Volksfest

Vive la France heißt es zum 39. Mal am Kurt-Schumacher-Damm - das Deutsch-Französische Volksfest ist seit eröffnet. Unter dem Motto "Weinland Frankreich" präsentieren sieben Regionen sich und ihre Spezialitäten. Das Fest geht bis zum 15. Juli und beginnt mittwochs und sonntags um 14 Uhr, an allen anderen Tagen um 15 Uhr.

Mauer-Radtour

Die Grünen setzen heute ihre Radtour entlang der ehemaligen Mauer fort. Die Etappe führt dieses Mal vom S-Bahnhof Lichtenrade zum Bahnhof Griebnitzsee. Start ist um 14 Uhr. An der künftigen Querung der Anhalter Bahn sammelt die Initiative "Teltower Platte" von 14 Uhr bis 18 Uhr wieder Unterschriften für den Bau einer Unterquerung der Bahntrasse. In den Plänen ist die Unterführung nicht vorgesehen, so dass der Grenzweg hier - wie auch bei Lichtenrade/Mahlow an der Dresdner Bahn - durch die Gleise unterbrochen werden wird. Die Kostenangaben für eine Unterführung schwanken zwischen 150 000 Mark (Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf), 850 000 Mark (Bahn AG von 1996) und 3 Millionen Mark (Senat im Jahr 2000).

Die potenziellen Geldgeber, Bundesverkehrsminister Kurt Bodewig und Bahnchef Hartmut Mehdorn, haben die Einladung zur Radtour nicht angenommen. Verzichten muss auch der Initiator Michael Cramer, der heute den Regierenden Bürgermeister mit abwählen will und dann auf Geld vom neuen rot-grünen Senat hofft.

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