Berlin : Feste gefeiert mit Johannes Rau

Bundespräsident lud 1000 Kinder zum Musizieren ins Bellevue

Carsten Niemann

Sie sangen nicht, sie spielten nicht und dennoch hätte man sie für die Rattenfänger von Hameln halten können: Wo immer die “Prinzen”, Peter Maffay oder auch Hausherr Johannes Rau gestern in Schloss und Garten Bellevue auftauchten, hängte sich eine Meute autogrammjagender Kinder an ihre Fersen. Erstmals hatte der Bundespräsident Vertreter von 27 musikalischen Projektgruppen aus der ganzen Bundesrepublik unter dem Motto “Musik für Kinder!” nach Bellevue geholt – und dazu rund 1000 Kinder eingeladen. Der Anstoß zu dem Musikfest: Der Ärger des Bundespräsidenten über die Debatte zur PISA-Studie. Der Blick auf „kognitive Fähigkeiten” wie Lesen, Rechnen und naturwissenschaftlichem Denken sei verengt: ein „weicher” Bildungsfaktor wie die Musik verdiene nicht minder große Aufmerksamkeit und Pflege. Und die Vielfalt der Projekte, die vom Trommeln auf dem eigenen Körper bis zum virtuosen Klangmixen am Computer reichte - machte das eindrücklich klar.

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