Festival : Picknick mit Händel und Strauß in Hoppegarten

„Hoppegarten Klassik“: Das Festival hat begonnen. Denn einmal im Jahr hat in der Galopprennbahn Hoppegarten nicht der Sport das Sagen, sondern die Kunst, genauer die Musik.

Udo Badelt

BerlinUnd obwohl der Sommer immer noch nicht so richtig in Berlin und Brandenburg angekommen ist, sind die Temperaturen doch angenehm. So kann sich auch dieses Jahr die ganz spezielle Atmosphäre des Festivals „Hoppegarten Klassik“ entfalten. Am Freitag war gutes Wetter nicht so wichtig, da las Hilmar Eichhorn zur Eröffnung im fast ausverkauften Neuen Gemeindesaal aus Thomas Brussigs Roman „Leben bis Männer“. Am Sonnabend durfte es allerdings nicht regnen, hatte es bis in den frühen Abend auch nicht. Da traten Andrej Hermlin und das Swing Dance Orchestra in der Galopprennbahn auf. Regen wäre schon deswegen ärgerlich gewesen, weil viele Zuschauer gern den Rasen in Beschlag nehmen. Und wenn man schon mal sitzt, kann man gleich picknicken, sichert sich so einen Logenplatz fürs traditionelle Feuerwerk von Pyronale-Gründer Hans-Georg Kehse, zu dem auch diesmal die Ouvertüre und die Bourrée aus Händels Feuerwerksmusik erklangen.

Am Sonntag um 10.30 Uhr bringt die Deutsche Tanzkompagnie aus Neustrelitz die Bremer Stadtmusikanten in einer Ballettversion für Kinder auf die Bühne. Höhepunkt des Festivals ist das Konzert des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin unter Leitung des jungen, aufstrebenden Dirigenten Markus Poschner, der seit 2007 Generalmusikdirektor der Bremer Philharmoniker ist und in Berlin oft an der Komischen Oper dirigiert. Gespielt wird Musik von Johann Strauß und seinen Zeitgenossen.

Unter dem Namen „Open Air Klassik Hoppegarten“ wurde das Festival Mitte der 80er Jahre gegründet. 2005 fiel es aus, 2006 erfolgte der Neustart unter dem Namen „Hoppegarten Klassik“. Seither geht es steil nach oben, zwischen 2006 und 2007 haben sich die Zuschauerzahlen mit 11 000 nahezu verdoppelt.

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