Berlin : Festtagsbraten: Sorge um die Ente zu Weihnachten

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Wer fürs Weihnachtsfest Spezialitäten wie Wachteln, Tauben, Perlhühner oder Poularden einkaufen möchte, sollte sich eine Alternative überlegen: Wie eine Umfrage ergab, kann es wegen der gestiegenen Nachfrage nach Geflügel zu Engpässen kommen. Auch bei Enten und Puten wird es teils knapp, da die Lieferanten aus Frankreich derzeit vor dem Hintergrund der BSE-Meldungen zunächst den eigenen Markt beliefern. Fleischereien und Supermärkte, die sich nun kurzfristig wegen Wild und Geflügel an Importbetriebe wie die Berliner Firma Bischof wenden, müssen als Neukunden vertröstet werden. "Wir beliefern zuerst natürlich unsere Stammkunden", sagt Carmen Bischof. Allein diese Woche wurden an Frischware 60 Tonnen Gänse, 25 Tonnen Gänseteile, 60 Tonnen Puten und Putenteile sowie 30 bis 40 Tonnen Hühner, Biohähnchen, Wildente, Perlhühner und Kapaune ausgeliefert. "Die Nachfrage nach Geflügel ist um 40 bis 50 Prozent gestiegen", so Frau Bischof - der Betrieb bedient Fleischereien, aber auch das KaDeWe, Karstadt und die Hertie- / Wertheim-Häuser. Auch der Geflügel-Experte des KaDeWe sagte, Spezialitäten aus Frankreich oder Kaninchen könnte man derzeit noch mehr verkaufen. Jürgen Bachhuber, Fleischermeister aus dem brandenburgischen Marwitz, spricht ebenso von einem Engpass bei "ausgereiften Hühnervögeln" wie Puten, Hähnen und Poularden. Um das Brathähnchen vom Imbiss und die - vornehmlich aus deutschen Landen stammende - Weihnachtsgans muss indes niemand fürchten.

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