Berlin : "Fête de la Musique": Wenn die ganze Stadt zur Bühne wird

lvt

In einer Woche werden die Straßen und Plätze der Stadt mal wieder zur großen Bühne für Musiker aus Berlin und aller Welt. Rund 400 Solisten, Bands und Ensembles nahezu jeglicher Stilrichtung wollen am 21. Juni zum siebten Mal die Fête de la Musique feiern, den weltweiten Feiertag der Musikfreunde. Auf 44 Open-Air-Bühnen und in 17 Konzertsälen wird vom Nachmittag bis in den späten Abend gesungen, getrommelt, gezupft und geklampft. Der Eintritt ist bei allen Veranstaltungen frei. Außerdem musizieren an unzähligen Orten in den Innenstadtbezirken Straßenmusiker, denen die Senatsverwaltung dafür erstmalig eine pauschale Ausnahmezulassung erteilte - ohne geht es normalerweise nicht. Am Dienstag stellte Veranstalterin Simone Hofmann ("La Fête Company") das Programm vor.

Zum Auftakt findet am Abend des 20. Juni in der Kulturbrauerei die große Eröffnungsveranstaltung der Fête statt. Unter dem Titel "Die Stimmen der Welt" treten neben Berliner Sängern auch Gruppen aus Polen, Ungarn, Frankreich und Mali auf. Am Tag drauf spielen zwischen Köpenick und Spandau, Neukölln und Prenzlauer Berg vom frühen Nachmittag an Bands aller Couleur: Von Weltmusik, HipHop, Jazz, Pop und Punk über Reggae und Salsa bis hin zu Klassik bleibt kaum eine Vorliebe unbedient.

Das Fest ist ein Berliner Erfolgsmodell, wie Organisatorin Hofman bilanzierte. 1995 begann es nach Pariser Vorbild mit einem Konzert im Tempodrom und einer mobilen Bühne, im vergangen Jahr waren es 50 Bühnen, vor denen 50 000 Besucher den Sommeranfang feierten. So viele sollen es auch kommende Woche wieder werden.

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