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Feuer im Tunnel : Kurzschluss löste Brand bei U-Bahn aus

In einem U-Bahntunnel in Steglitz hat es in der Nacht zu Sonnabend gebrannt. Schuld war ein Defekt am Stromabnehmer eines Zuges. Mehrere Bahnhöfe mussten geräumt werden.

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Am Freitagabend kam es zwischen den U-Bahnstationen Rathaus Steglitz und Schloßstraße zu einem Brand.
Am Freitagabend kam es zwischen den U-Bahnstationen Rathaus Steglitz und Schloßstraße zu einem Brand.Foto: Anne Meyer

Ein Kurzschluss, der durch einen defekten Stromabnehmer an einem Zug ausgelöst worden war, führte nach bisherigen Erkenntnissen der BVG zu dem Brand in der Nacht zu Sonnabend im Tunnel der U-Bahn-Linie U 9 in Steglitz. Durch die Funken war vermutlich das Feuer im Kabelschacht entstanden, das vom Fahrer eines nachfolgenden Zuges entdeckt worden war. Die Bahnhöfe Walther-Schreiber-Platz, Schlossstraße und Rathaus Steglitz mussten wegen der starken Rauchentwicklung geräumt werden. Verletzt wurde niemand, es blieb auch kein Zug im Tunnel stecken. Der Brand war nach einer halben Stunde gelöscht.

Defekte Stromabnehmer an den Zügen haben schon mehrfach Brände ausgelöst. Die schlimmsten Folgen gab es am 8. Juli 2000, als im Bahnhof Deutsche Oper ein Wagen vollständig ausbrannte und den Fahrgästen den Weg zum damals einzigen Ausgang blockierte. Danach baute die BVG in alle Stationen, die nur einen Ausgang hatten, einen zweiten ein. Nach mehreren weiteren Bränden, die ebenfalls durch Defekte am Stromabnehmer ausgelöst worden waren, zog die BVG 2001 alle Wagen der aus der DDR stammenden Baureihe G II, Gisela genannt, vorübergehend aus dem Verkehr und baute neue Teile ein. Zuletzt hatte es, vermutlich auch wegen eines defekten Stromabnehmers, im Oktober im Bahnhof Kleistpark einen kleinen Brand gegeben, der schnell gelöscht war.

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