Berlin : Feuerteufel: Mehrere Kinder erlitten schwere Rauchvergiftungen

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Ein offenbar geistig verwirrter 40 Jahre alter Mann zündete gestern früh in seiner Parterrewohnung am Böhmerwaldweg in Spandau Kleidungsstücke an. Durch den starken Qualm im Hausflur erlitten elf Hausbewohner, darunter fünf Kinder, zum Teil schwere Rauchvergiftungen. Eine Mutter mit ihrem sechs Wochen alten Kind wurde ebenso wie ein sieben Monate alter Säugling und drei Erwachsene von der Feuerwehr zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Fünf weitere Mieter konnten nach ambulanter Behandlung wieder entlassen werden.

Als zwei Polizisten des Abschnitts 22 nach einem anonym eingegangenen Hinweis gegen 2 Uhr früh in dem Haus eintrafen, wurden sie von dem 40-Jährigen empfangen. Unaufgefordert teilte er den Beamten mit, dass er das Feuer an einem Teppich gelegt habe. Er wurde festgenommen. Der 43-jährige Bruder und die 82-jährige Mutter des Brandstifters, die mit in der Wohnung lebten, sagten später aus, dass der Mann diverse Kleidungsstücke aus einem Schrank geholt hatte und dann mit einem Feuerzeug angezündet habe. Das Motiv ist unklar. Ebenso noch nicht klar ist, ob der 40-Jährige selbst die Feuerwehr alarmiert hatte.

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