Berlin : Feuerwehr evakuiert Zeltlager Unwetter verursachten jedoch geringen Schaden

Das schwere Gewitter in der Nacht zu Sonnabend hat in Berlin nur geringen Schaden verursacht.

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Die Feuerwehr musste wegen einiger vollgelaufener Keller und umgestürzter Bäume ausrücken. Den größten Einsatz startete sie kurz vor Mitternacht – in eigener Sache: 450 Jungen und Mädchen der deutschen Jugendfeuerwehren wurden mit Bussen von ihrem Zeltplatz am Müggelsee in die Turnhalle einer nahe gelegenen Schule gefahren. Es war das gleiche jährliche Zeltlager, bei dem vor drei Jahren zwei Jungen der Jugendfeuerwehr ums Leben gekommen waren.

In der Nacht zum 11. Juli 2002 hatte ein Orkan Bäume auf der Insel Schwanenwerder umgerissen. Zwei Kinder wurden damals getötet, 13 weitere verletzt. Deshalb beschloss die Feuerwehr am Freitag um 23.35 Uhr, diesmal das Zeltlager am Müggelsee vorsorglich zu evakuieren. Zu dieser Zeit hatte der Wetterdienst DWD die Unwetterwarnung noch einmal erhöht.

Die meisten Meteorologen hatten sich am Freitag jedoch so geirrt wie selten. Bis zum Nachmittag war im RBBRadio zu hören, in Berlin würden 38 Grad erreicht und am Nachmittag werde es über der Stadt heftige Gewitter mit Hagelstürmen geben. Stattdessen blieben die Temperaturen weit unter 30 Grad. Es gab mittags etwas Regen und erst nachts folgten die Gewitter. Richtig lag in diesem Fall Meteomedia. Der Wetterdienst von Jörg Kachelmann, der auch für den Tagesspiegel die Vorhersage erstellt, sagte vorher, dass erst abends und nachts heftige Gewitter und Schauer zu erwarten seien. „Wir waren vorsichtiger“, sagte Thomas Globig von Meteomedia gestern. „Die Wetterlage war zwar extrem aufgeladen, doch es war für uns klar, dass es erst deutlich später heftig werden würde.“

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