• Feuerwehr hielt Wohnung für leer – später fand sie zwei Leichen Brandopfer waren die letzten Mieter in verlassenem Seitenflügel

Berlin : Feuerwehr hielt Wohnung für leer – später fand sie zwei Leichen Brandopfer waren die letzten Mieter in verlassenem Seitenflügel

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Die Wohnung im ersten Stock ist ausgebrannt – gänzlich. „Vollbrand“ nennt die Feuerwehr so etwas. Die Fenster sind nur noch zwei dunkle Löcher im Seitenflügel des Mehrfamilienhauses in der Birkenstraße 66 in Moabit. Wolfgang N., 63, und seine Lebensgefährtin Marion B., 43, sind am Sonntagabend in den Flammen in ihrer Wohnung ums Leben gekommen. Die Feuerwehr hatte die verkohlten Leichen erst nach Ende ihrer Löscharbeiten unter dem Brandschutt entdeckt.

Um 19.45 Uhr war das Feuer ausgebrochen. Warum, ist noch unklar. Möglicherweise sollen aber ein technischer Defekt oder eine brennende Zigarette die Ursache sein. Der ganze Gebäudekomplex, Vorder, Hinterhaus und Seitenflügel, werden seit mehreren Monaten saniert. Marion B. und Wolfgang N. waren die einzigen Mieter, die noch in dem fünfgeschossigen Seitenflügel lebten. Ein Nachbar aus dem Hinterhaus kannte das Paar flüchtig. „Ich habe Schreie gehört. Aber ich dachte mir nichts dabei, weil die beiden ständig betrunken waren. Die schrien öfter herum.“ Doch dann habe er die dunklen Qualmwolken aus der Einzimmerwohnung des Paares steigen sehen und die Feuerwehr alarmiert.

70 Brandbekämpfer löschten die Flammen. „Die Wohnung ist nur 30 Quadratmeter groß, war aber extrem vollgestellt mit Möbeln, die schnell Feuer fingen“, sagte ein Feuerwehrmann. „Wir gehen immer davon aus, dass bei einem Brand auch Menschen in Gefahr sind, die Wohnung schien aber leer zu sein. Erst als ein Nachbar gesagt hat, dass dort Menschen wohnen, sind unsere Leute noch einmal rein und haben gezielt nach den Mietern gesucht“, hieß es gestern bei der Feuerwehr. Marion B. und Wolfgang N. hätten keine Chance gehabt, sagt der Feuerwehrmann. „Die Leichen waren völlig verkohlt unter dem Schutt begraben.“ tabu

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