Berlin : Feuerwehr übte im neuen Tegel-Tunnel

Eine Woche vor der Wiedereröffnung des Tunnel Flughafen Tegel qualmte es gestern Vormittag noch einmal kräftig aus den Einfahrten an der Stadtautobahn. Die Berliner Feuerwehr probte gestern in den Röhren, simuliert wurde die Bergung von Verletzten aus einem brennenden Lkw. Diese Großübung war ebenso vorgeschrieben wie der Test der Rauchmeldeanlage Ende Mai.

Am kommenden Freitag wird das erste Mal wieder der Verkehr durch den Tunnel rollen. Seit November 2006 ist der Tunnel in beide Richtungen für eine Grundsanierung gesperrt, die etwa 90 000 Autos täglich wurden über den Kurt-Schumacher-Damm umgeleitet. Das 1979 eröffnete Bauwerk erhält die gleiche Sicherheitstechnik wie der Tiergartentunnel unter dem Regierungsviertel, der vom ADAC als sicherster Tunnel in Deutschland ausgezeichnet worden ist.

Im Tunnel Tegel wurden 50 Videokameras installiert, die ihre Bilder in die Tunnelleitzentrale übertragen, von der alle Straßentunnel in der Stadt überwacht werden. Durch 22 Fluchttüren zwischen den beiden Röhren können Autofahrer bei Gefahr oder bei Rauch flüchten, sie können über Lautsprecher bei Gefahr sofort gewarnt werden. Brandmeldeanlagen registrieren ein Feuer und melden es in die Tunnelleitstelle und zur Feuerwehr. Noch vor Eintreffen der ersten Feuerwehrautos kann mit dem Löschen begonnen werden, denn es wurde in den Röhren eine kilometerlange Wasserleitung eingebaut. Die Senatsbauverwaltung liegt bei der 40 Millionen Euro teuren Nachrüstung fast im Plan, ursprünglich sollte der Tunnel Anfang Juni 2008 fertig sein. Nötig war die Reparatur, da nach Regen regelmäßig Wasser auf den Fahrbahnen stand, das im Winter oft zu Glatteis gefroren war. Bezahlt wird die Sanierung vom Bund, dem Eigentümer der Autobahnen. Ha

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