Berlin : Feuerwehrchef erlaubt doch Trauerflore

von

Landesbranddirektor Wilfried Gräfling hat nun doch gestattet, dass an Berliner Feuerwehrautos ein Trauerflor angebracht werden darf, um an einen im Dienst gestorbenen Mitarbeiter zu erinnern. Der 47-jährige Olaf P. war am Mittwoch nach einem Atemschutztraining gestorben. Zunächst hatte Gräfling das Anbringen des Trauerflors verboten, weil es sich nach ersten Hinweisen um eine „natürliche Todesursache“ und damit nicht um einen Dienstunfall gehandelt habe. Feuerwehrleute und auch die Gewerkschaft der Polizei hatten Gräfling gebeten, das Verbot zurückzunehmen. Am späten Freitagabend teilte der Landesbranddirektor dann mit, dass er seine Entscheidung revidiert habe. Seine Begründung: Inzwischen sei bekannt geworden, dass die Todesursache ungewiss sei und die Kriminalpolizei ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet habe. Gräfling sagte weiter: „Darüber hinaus ist die Betroffenheit in der Kollegenschaft doch sehr groß.“

Olaf P. hatte die Übung mit dem Atemschutzgerät in der Feuerwehrschule in Schulzendorf ohne Auffälligkeiten absolviert. Diese ist einmal pro Jahr vorgeschrieben. Kurz danach war er leblos zusammengebrochen. Obwohl mehrere Ärzte direkt am Ort waren, starb der 47-Jährige. Der Hauptbrandmeister von der Wache Wedding hinterlässt eine Frau und zwei erwachsene Kinder.

Autor

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben