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Paula und ich: Gwisdek im Glück Foto: Davids
Paula und ich: Gwisdek im Glück Foto: DavidsFoto: DAVIDS

MIT REVOLVER ZUM FILM

Die Fähigkeit, einen Revolver überzeugend zu ziehen, ist in der Regel keine Eintrittskarte ins Schauspielerleben. Im Fall von Michael Gwisdek aber schon. Das war 1968 beim Defa-Indianerfilm „Spur des Falken“, Gwisdek war damals noch Schauspielstudent, aber anders als seine Mitstudenten nicht an Brecht und trockener Theorie interessiert, sondern an Action: Schießereien, Prügeleien, das Handfeste. Und als dann ein Pistolero gesucht wurde, war seine Stunde gekommen – auch wenn er mit seinem ersten Kameraeinsatz unzufrieden war. Wie es von ihm verlangt wurde, zieht ein Cowboy nie!

Ach, es war schon unterhaltsam, als Gwisdek am Sonntagmittag im Ludwig- Erhard-Haus an der Fasanenstraße seine Dankesrede für die „Paula“ hielt, den Preis, mit dem der Progress Film-Verleih und die IHK Berlin gesamtdeutsche, noch bei der Defa gestartete Filmschaffende ehren. Im Vorjahr war er an Henry Hübchen gegangen, und Gwisdek hatte übermütig gerufen, eigentlich hätte doch er ihn verdient. Jetzt hat er ihn. ac

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