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Rufus Wainwright. Foto: Promo/Kevin Westenberg
Rufus Wainwright. Foto: Promo/Kevin Westenberg

Teddys knuddeln in Kreuzberg



Der schöne Melancholiker Rufus Wainwright sang als Stargast, Stammgäste wie Rosa von Praunheim und Schirmherr Klaus Wowereit eilten herbei. Und natürlich war Panorama-Chef und Preis-Erfinder Wieland Speck da – ohne ihn geht sowieso nichts beim 27. Teddy Award. Der nach zwei Jahren im Flughafen Tempelhof diesmal am Freitagabend in den Backsteinhallen der Station Berlin am Gleisdreieck verliehene queere Filmpreis ist der weltweit wichtigste. Er wird von einer international besetzten Jury in den Kategorien Spielfilm, Dokumentation, Kurzfilm samt Spezialpreisen verliehen. Als Showacts der traditionell mal politischen, mal amüsanten Gala hatte Moderator Jochen Schropp außer Wainwright noch ein paar andere Leute geholt, darunter die Sängerinnen Imany und Katharine Mehrling und die Band Laing. Hinterher wurde bei der Teddy Party mit DJs wie John Cameron Mitchell, Gloria Viagra und Modeopfer wie üblich bis in die Puppen gefeiert. Samstagnacht um 0 Uhr (17.2.) ist die Fernsehaufzeichnung der Teddy-Gala auf Arte und Sonntagnacht um 1 Uhr (18.2.) im RBB zu sehen. gba

Szenenbeifall im Paralympicsfilm

„Hi, seid ihr hierhergerannt?“, begrüßte Berlinale-Chef Dieter Kosslick den blinden kenianischen Marathonläufer Henry Wanyoike und seinen Begleitläufer Joseph Kibunja im Blitzlichtgewitter auf dem Roten Teppich mit einem Schmunzeln. Für die Weltpremiere des Dokumentarfilms „Gold – Du kannst mehr als Du denkst“ ließ Kosslick das Haus der Berliner Festspiele pragmatisch behindertengerecht umbauen. Das freute Joachim Breuer und Marina Schröder von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, Ideengeber und Förderer von „Gold“. Der mitreißende Film von Regisseur Michael Hammon erzählt die Lebensgeschichten des Läuferduos aus Afrika, des australischen Rennrollstuhlfahrers Kurt Fearnley – und der deutschen Paralympics-Schwimmerin Kirsten Bruhn. Die Rollstuhlfahrerin kam wie immer stilsicher gekleidet, mit kniehohen schicken Stiefeln. Bundespräsident Joachim Gauck, mit Lebensgefährtin Daniela Schadt anwesend, umarmte, als es wieder hell,wurde, alle herzlich – er war schon bei den Paralympics in London 2012. Immer wieder brandete beim Film der Produzenten Andreas F. Schneider und Hendrik Flügge Applaus auf, auch den ganzen Abspann über wurde geklatscht: Standing Ovations. Es wurde mal geweint, viel gelacht und Lebensmut geschöpft. kög

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