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Partyauftakt am Potsdamer Platz.

Majestätisch. Diane Kruger war die Königin des Eröffnungsabends. Foto: dpa/Kahnert
Majestätisch. Diane Kruger war die Königin des Eröffnungsabends. Foto: dpa/KahnertFoto: dpa

STERNEKÖCHE FÜR DIE KÖNIGIN

Wenn sich der Vorhang senkt nach dem Eröffnungsfilm, beginnt im Berlinale Palast die erste große Partynacht des Festivals. Kritische Bemerkungen über den gerade gesehenen Film gehören immer zum Ritual. Ausnahme: der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit, der konsequent positives Denken zelebriert, auch im Fall Marie Antoinette, indem er es gerade gut fand, dass kein Blut mehr floss. Andere hatten aufs Schafott geradezu gewartet. Gesundheitsminister Daniel Bahr zum Beispiel, der es gleichzeitig bedauerte, wegen vieler anderer Verpflichtungen keine anderen Filme sehen zu können. Die Kurzausschnitte von den Wettbewerbsfilmen während der Gala hatten dem bekennenden Kinogänger Appetit auf mehr gemacht.

Auch für die Eltern von Diane Kruger war die Eröffnungsnacht schon das letzte Berlinale-Event. Selbst ihr Vater fand den Anfang etwas lang, aber den Film insgesamt natürlich sehr gut. Bis nach Mitternacht saß die Darstellerin der Königin mit ihren Eltern in der Bärenlounge im Adagio zusammen. Schließlich galt es die Tatsache wettzumachen, dass Diane Kruger nicht mit ihnen zusammen Weihnachten feiern konnte.

Für andere beginnt in der Eröffnungsnacht die Arbeit an neuen Projekten. Jasmila Zbanic, die 2006 den Goldenen Bären für Grbavica gewann, hatte ihren Mann davon überzeugen müssen, nicht mit dem Auto von Sarajewo nach Berlin zu fahren und es mit dem Flieger gerade rechtzeitig geschafft. Mit der Überzeugungsarbeit für ihr noch nicht spruchreifes neues Projekt begann sie noch in der Nacht, zum Beispiel im Gespräch mit Kruger. Dieter Kosslick unterhielt derweil Jury und Sponsoren, und zwar nicht nur mit seiner guten Laune, sondern auch mit seinem Sinn für gutes Essen. Allein fünf Sterneköche waren im Einsatz. So konnte der Berlinale-Chef auch den überwältigenden Run auf das „Kulinarische Kino“, gebührend feiern.

BMW-Chef Hans-Reiner Schröder geleitete spät Christopher Lee zu seiner Limousine: „Den habe ich hierher eingeladen.“ Am Freitagabend war Schröder selbst Gastgeber, hatte zusammen mit „Bunte“-Chefin Patricia Riekel 500 Gäste zur Festival Night ins Humboldt Carré geladen. Auch da wollte der britische Altmeister wieder dabei sein. Bi

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