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Von rheinisch-westfälischen Hauptrollen und französischen Orden.

Kollektives Daumendrücken war die Devise beim Empfang der Filmstiftung Nordrhein-Westfalen am Sonntagabend in der Landesvertretung. Gastgeberin Petra Müller und Ministerpräsidentin Hannelore Kraft erinnerten zuerst an die Premiere von Wim Wenders’ Film „Pina“ vor einem Jahr, der jetzt für einen Oscar nominiert ist. Mit 21 Filmen, darunter dem Wettbewerbsbeitrag „Was bleibt“ von Hans-Christian Schmidt, ist NRW auch in diesem Jahr wieder gut vertreten und spielt mit derzeit 433 Projekten und 35,7 Millionen Fördermitteln sowieso eine Hauptrolle in der deutschen Filmlandschaft. Filmemacher Lutz Hachmeister freute sich, dass er seinen McCarthy-Film am selben Tag nach Amerika verkaufen konnte. Der Intendant der Deutschen Welle Erik Bettermann freute sich schon auf den Kölner Karneval, in dem er eine tragende Rolle spielt. Die Bandbreite der Gäste, deren Wurzeln in NRW liegen, reichte von Franz Müntefering bis zu Veronica Ferres. Der Präsident der Akademie der Künste, Klaus Staeck, war immerhin lange Zeit Wahl-Düsseldorfer und, wie schon bei anderen Empfängen, mit der Kamera unterwegs. Zum 50. Geburtstag des Oberhausener Manifests, mit dem damals junge Filmemacher Abschied von Opas Kino nahmen, förderte die Stiftung auch Ulrike Schamonis Dokumentarfilm „Abschied von den Fröschen“ über ihren verstorbenen Vater Ulrich Schamoni. Bi

Unter den Auszeichnungen, die während dieser Festspiele vergeben werden, nimmt diese eine besondere Stellung ein: der Orden eines Chevalier des Arts et des Lettres. Am Montagabend wurde er vom französischen Botschafter Maurice Gourdault-Montagne an die Schauspielerin Alexandra Maria Lara verliehen – als Auftakt einer Veranstaltung in der Botschaft am Pariser Platz, mit der die Teams der französischen Berlinale-Filme besonders geehrt werden. Auch das Team des Eröffnungsfilms „Les Adieux à la reine“ um Regisseur Benoît Jacquot gehörte zu den Gästen, denen der Film um Marie Antoinette und die ausbrechende Französische Revolution im Anschluss an Empfang und Ordensverleihung in einer Sondervorstellung vorgeführt wurde. Mit dem Orden wird Alexandra Maria Lara für ihre schauspielerischen Leistungen geehrt, die wiederholt eine Art deutsch-französischer Kulturaustausch waren. Das liegt bei ihr schon durch die Schulzeit nahe: Das Abitur legte sie im Französischen Gymnasium in Berlin ab, spielte in den vergangenen Jahren wiederholt in deutsch-französischen Koproduktionen – und 2002 auch in dem Historien-Mehrteiler „Napoleon“. Die Titelrolle spielte Christian Clavier, Gérard Depardieu mimte den Polizeiminister Fouché und Alexandra Maria Lara die Gräfin Walewska, die polnische Geliebte des Kaisers. ac

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