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Berlinale-Stars glänzen mit Norwegisch-Kenntnissen, Hollywood-Größen haben Schnapsideen.

Als später Gast trudelt Dan Aykroyd noch in Berlin ein. Fotos: dpa
Als später Gast trudelt Dan Aykroyd noch in Berlin ein. Fotos: dpaFoto: picture-alliance / dpa/dpaweb

EINE KÖNIGIN IM PRINCE CHARLES

Um eine Königin zu feiern, muss ein Ort mit royalem Namen her. Wie gut, dass es in Kreuzberg einen Club namens „Prince Charles“ gibt. Hier durfte Schauspielerin Birgit Minichmayr, die als Theaterqueen gilt, am Donnerstagabend ihre Gratulationen entgegennehmen – nicht für einen Auftritt auf der Bühne, sondern auf der Leinwand.

An der Seite von Jürgen Vogel ist sie im Wettbewerbsfilm „Gnade“ auf der Berlinale zu sehen, inszeniert von Regisseur Matthias Glasner. Nach der Premiere im Berlinale-Palast am Potsdamer Platz war Minichmayr erleichterte: „Toll, dass es so gut gelaufen ist“, sagte sie. Ob es für einen Bären reicht, da wollte sie sich nicht festlegen. „Ich erwarte nichts, aber wenn’s am Samstag einen Preis gibt, habe ich auch nichts dagegen“, sagte Minichmayr. Mit „Alle Anderen“ hat sie 2009 bereit einen Silbernen Bären als beste Darstellerin bekommen. Für Regisseur Glasner wär’s der erste Bär: „Vor so einer Premiere hat man schon Angst, ob man den Erwartungen des Publikums standhalten kann. Umso mehr freut man sich dann, wenn’s so viele gute Reaktionen gibt“, sagte Glasner. Den Sonnabend, an dem die Preisverleihung stattfinden soll, habe er sich zumindest noch freigehalten. „Gnade“ wurde in Norwegen gedreht, einige der norwegischen Gäste waren zur Feier in den Club gekommen. Und Minichmayr sagte dann auch auf Norwegisch, was sie sich und ihrem Team für Samstag wünscht: „Lykke til!“. Viel Glück. sop

DARAUF EINEN KRISTALLSCHÄDEL

Früher war er im Auftrag des Herrn unterwegs. Kaum zu glauben, aber es ist schon 32 Jahre her, dass Jake und Elwood als die „Blues Brothers“ in dem gleichnamigen Film von John Landis ihre alte Band wieder zusammenbrachten, um das Waisenhaus ihrer Jugend vor dem Ruin zu retten. Ray Charles, Aretha Franklin, James Brown und andere Musiklegenden machten mit – der Film ist längst Kult und auf ewig mit dem schon 1982 gestorbenen John Belushi als Jake und Dan Aykroyd als Elwood verbunden. Der trat auch in „Miss Daisy und ihr Chauffeur“ (Berlinale 1990, Silberner Bär für Jessica Tandy und Morgan Freeman) auf, ist diesmal zwar nicht im Festival unterwegs, kommt aber trotzdem nach Berlin – in eigenem Auftrag. Es geht um „Crystal Head Vodka“, den Aykroyd und der Künstler John Alexander 2008 initiiert und für den sie auch die Flasche – eben einen „Kristallschädel“ – entworfen haben. Der Schauspieler versteht sich nämlich nicht nur aufs Kino, sondern ist seit 2006 Teilhaber einer großen Weinfirma. Auch sieht er sich als Spiritualist, begeistert sich für übersinnliche Phänomene, was sich nun eben in der gläsernen Schädelflasche kristallisierte, die man sich an diesem Sonnabend, 15 Uhr, im KaDeWe von ihm signieren lassen kann. Eigentlich schade, dass Aykroyd nicht in Steven Spielbergs „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels“ dabei war, der ebenfalls 2008 herauskam. Der Synergieeffekt („Der Schnaps zum Film“) wäre nicht zu toppen gewesen . ac

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