Filmpremiere am Potsdamer Platz : Hugh Jackman gut gelaunt in Berlin

Hugh Jackman würde gerne mal Angela Merkel treffen und singt deutsche Kinderlieder. Im Interview spricht der ehemals Sexiest Man Alive über seinen neuen Film "Prisoners", der am Mittwochabend in Berlin Premiere feierte.

Nora Tschepe-Wiesinger
Winke, winke. Jackman plauderte in Berlin über seinen neuen Film. Foto: Davids/Darmer
Winke, winke. Jackman plauderte in Berlin über seinen neuen Film. Foto: Davids/DarmerFoto: DAVIDS

Hugh Jackman trinkt nur Wasser. Der vom US-Magazin „People“ zum Sexiest Man Alive gekürte Schauspieler bestellt sich zum Interviewtermin bescheiden ein Glas Sprudel.

Er ist anlässlich seines neuen Films „Prisoners“ in Berlin, am Mittwochabend fand die Premiere am Potsdamer Platz statt. Jackman spielt in dem Psychothriller die Rolle des Keller Dover, dessen sechsjährige Tochter Anna entführt wird.

Jackman spielt einen Familienvater, dessen Tochter entführt wird

Der 44-Jährige ist selbst Vater und erzählt, wie der Film die Beziehung zu seinen Kindern verändert hat: „Wenn ich nach dem Dreh nach Hause gekommen bin, hab' ich sie ein bisschen enger als sonst in die Arme genommen. Ich habe mit ihnen auch ernster über Gefahren geredet“

Zur Vorbereitung hat sich der australische Schauspieler mit wahren Entführungsfällen auseinandergesetzt. Die Brutalität der einzelnen Fälle habe ihn sehr mitgenommen, sagt er.

Von Mitgenommenheit kann während des Interviews jedoch keine Rede sein. Jackman lacht, scherzt, und singt! „Kommt ein Vogel geflogen", stimmt er zu Beginn des Gesprächs an – über die erste Zeile des Kinderlieds reichen seine Deutschkenntnisse dann doch nicht hinaus. Als 14-Jähriger beschloss er, nach einem Jahr Deutschunterricht lieber Französisch zu lernen, was die Zusammenarbeit mit dem kanadischen Regisseur von „Prisoners“ Denis Villeneuve extrem vereinfachte, wie er sagt. „Wir haben während der Dreharbeiten nur Französisch gesprochen“, scherzt er.

„Prisoners“ hinterfragt, wie weit man im Falle einer Entführung des eigenen Kindes gehen würde. Jackman erzählt von den Szenen, in denen Keller Dover den vermeintlichen Entführer in seiner Verzweiflung brutal foltert. „Als meine Frau den Film gesehen hat, war sie schockiert, mich so zu sehen“, gesteht er.

"Ich würde mich nicht trauen, Obama eine schwere Frage zu stellen"

Auch als Zuschauer ist man sich bis zuletzt nicht sicher, ob Keller Dover mehr Opfer oder Täter ist. „In so einer Extremsituation gibt es kein Richtig oder Falsch mehr“, sagt Jackman über seine Rolle. Er vergleicht die Situation mit der Entscheidung, die US-Präsident Barack Obama während der Syrienkrise treffen musste, und ist froh, selbst kein Politiker zu sein.

„Ich würde mich noch nicht mal trauen, Obama eine schwere Frage zu stellen“, gesteht er. Und Merkel?

„I’d love to meet her“, sagt er – und lacht.

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