Filmpremiere : Eine Schildkröte kommt selten allein

In „Teenage Mutant Ninja Turtles“ spielt Megan Fox eine Reporterin. Jetzt stellte sie den Film in Berlin vor.

Simon Grothe
Eine Frau unter Schildkröten: Megan Fox in „Teenage Mutant Ninja Turtles“.
Eine Frau unter Schildkröten: Megan Fox in „Teenage Mutant Ninja Turtles“.Foto: promo

Soho House an der Torstraße, zweiter Stock. Frauen auf Highheels und Kellner mit zurückgegelten Haaren weisen den Weg durch die edlen Korridore. Megan Fox und Kollege Will Arnett kommen an diesem Sonntagvormittag etwas zu spät zum Interview. Sie nimmt sich eine Tasse Tee, drückt eine Zitronescheibe hinein, pustet vorsichtig – und verbrennt sich. Ganz schön heiß, der Tee.
Megan Fox, das ist die 28-jährige Schauspielerin, die bei Facebook ein Foto aus ihrem Auto postet, das dann zwei Millionen Leute mit „Gefällt mir“ markieren. Gut sieht sie ja aus, man kann es nicht leugnen. Und sie mag Michelangelo – „weil der ein lustiger Typ ist, sich nicht so viele Gedanken macht“. Will Arnett hingegen bevorzugt Leonardo: „Der ist der Anführer.“ Er nippt an seiner Cola und zupft seinen Anzug zurecht.
Natürlich meinen die beiden nicht die Renaissancekünstler, sondern die Filmhelden aus Michael Bays neuem Blockbuster „Teenage Mutant Ninja Turtles“. Leonardo, Raphael, Michelangelo und Donatello – so heißen die menschengroßen Schildkröten, die New York gegen eine fiese Ninja-Bande verteidigen. Megan Fox spielt in dem Film eine Reporterin, Arnett einen Kameramann.

Zu Besuch in Berlin: Megan Fox.
Zu Besuch in Berlin: Megan Fox.Foto: Geisler-Fotopress

Die Ninja Turtles, das waren Kindheitshelden einer ganzen Generation. Viele in der Fragerunde haben den Film erst am Vormittag gesehen. „Perfektes Timing“, lobt Arnett. „Viel Action, ein erfrischender Film zum Frühstück.“ Und wie sieht Megan Fox’ Morgenritual aus? Sie wirkt ein wenig müde. „Ich habe zwei Babies.“ Also auch Action? „Oh yeah.“ Sie kichert.
Auch Megan Fox ist ein Fan der Comicfiguren. Sagt sie. Ihre große Schwester habe sie zu der Serie gebracht. „Alles, womit die sich beschäftigte, fand auch ich interessant.“ Damals sahen die Schildkröten noch niedlich aus, einen Kopf kleiner als die Reporterin April O’Neil. Im Remake überragen sie die Menschen und haben eine glänzende Haut, eine Mischung aus Shrek und Lord Voldemort.

Der Dreh sei hart gewesen, sagt Fox. „Überall Paparazzi, nach einem Zwölf- Stunden-Tag habe ich einfach geheult.“ Jetzt lacht sie wieder, hat ja auch allen Grund: In den USA kam der Film gut an. In den deutschen Kinos läuft er am 16. Oktober an. Rund 200 geladene Gäste konnten die Schildkröten-Show schon am Sonntagabend sehen, in den UFO Sound Studios in Prenzlauer Berg. Mit dabei: Megan, der Michelangelo-Fan, und Will, der Leonardo-Anhänger.

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