Berlin : Filmpremiere mit Rock und Röhre

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Einen Rockmusiker wollte Jürgen Vogel schon immer mal spielen, nur ums Singen hätte er sich gerne gedrückt: „Ich dachte, wir machen das ganz locker mit Playback und so.“ Regisseur Lars Kraume hatte andere Pläne – für seinen Film „Keine Lieder über Liebe“ musste Vogel gleich zehn Songs selbst einsingen. Am Dienstagabend war nun Premiere im Kino International in der KarlMarx-Allee. Die Zuschauer konnten erstmals erleben, ob Vogel die Melodien halten konnte. Zur Uraufführung kam er mit seiner Hauptdarstellerkollegin Heike Makatsch und ließ sich von den mehreren hundert geladenen Gästen, darunter Regisseur Dani Levy , feiern. Schauspieler Jan Josef Liefers zeigte sich vom Film „im positivsten Sinne überrascht“. Regisseur Kraume hatte auf ein Drehbuch verzichtet und alle Szenen improvisieren lassen. Für Liefers eine kluge Entscheidung: „Ich habe schon lange keinen Film mehr von Anfang bis Ende so gebannt angeschaut.“ Moderatorin Sarah Kuttner konnte sich dagegen nicht so recht entscheiden, ob sie den Drehbuch-Verzicht nun „interessant oder merkwürdig“ finden solle. Auf jeden Fall habe ihr Vogel beim Improvisieren am besten gefallen.

Nach der Vorführung gab Vogel noch ein kurzes Konzert mit dem Rest seiner Filmband, allesamt Musiker der Hamburger Gruppen Tomte und Kettcar. Die Töne traf der Schauspieler zwar problemlos, zeigte aber ansonsten wenig Körpereinsatz. Dabei sei er bei den ersten Bandproben vor Drehbeginn noch ziemlich wild in der Gegend herumgesprungen, versicherte Vogel. Aber dann habe der Gitarrist gedroht, ihm in die Kniekehlen zu treten und gesagt: „Springen darf man nur bei den Guano Apes.“ sle

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