Berlin : Filmreife Flucht – aber schneller vereitelt

Häftling klammerte sich unter Wagen fest und rollte in die Freiheit

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Klar, im Kino hat man das alles schon gesehen. Wie sich der Häftling auf den Gefängnishof schleicht, sich unter ein Auto rollen lässt, dort festklammert und dann samt Wagen in die Freiheit rollt. So geschehen in der JVA Tegel, Montagmorgen, 8.30 Uhr.

Raimund S. – er verbüßt eine zweijährige Haftstrafe wegen Bedrohung und Fahrens ohne Führerschein – hatte sich auf dem Wirtschaftshof versteckt, wo gerade die Vorbereitungen für einen Gefangenentransport getroffen wurden. „Die Umstände, wie der Häftling dorthin gelangen konnte, sind noch nicht geklärt“, sagt Justizsprecher Björn Retzlaff. Während also mehrere Häftlinge und ihre Aufpasser in den Wagen kletterten, keilte sich der 27Jährige unten fest. Die Kontrolle des Fahrzeugbodens mit Spiegeln ist Pflicht, S. wurde trotzdem nicht entdeckt. Bei der ersten Ampel nutzte Raimund S. dann seine Chance, ließ sich auf den Asphalt gleiten und lief davon – allerdings nicht unbemerkt. Der Fahrer hatte aufgepasst und rannte hinterher. Er fasste den Flüchtling schließlich auf dem U-Bahnhof Scharnweberstraße. kf

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