Filmstadt Berlin : Die nächsten Dreharbeiten werden schon vorbereitet

Noch während die letzten Berlinale-Filme laufen, werden die nächsten Dreharbeiten vorbereitet. In Babelsberg werden Tom Hanks, Keanu Reeves und Jennifer Lawrence erwartet.

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Eigentlich wird in Berlin fast immer irgendwo gedreht.
Eigentlich wird in Berlin fast immer irgendwo gedreht.Foto: dpa

Nach dem Gesetz der Serie dürfte auf einer der nächsten Berlinalen auch ein neuer Film der Regisseurin Tatjana Turanskyj laufen. 2010 war sie mit „Eine flexible Frau“ im Forum dabei, diesmal mit „Top Girl“, Berliner Frauenporträts, von ihr angelegt als Trilogie – da sollte die dritte Folge, wenn es sie mal gibt, als erneuter Forumsbeitrag drin sein. Noch nicht 2015, solche Eile schließt sie aus, aber dann...

Wenn auch über das Programm der nächsten Filmfestspiele noch nichts zu sagen ist, eines ist doch gewiss: Die Kameras stehen nicht still, schon gar nicht im Großraum Berlin. Während die einen sich auf dem roten Teppich ausgiebig feiern ließen, hieß es für die anderen bereits wieder „... und action“. Zum Beispiel bei dem Projekt „Beste Freunde“ von Regisseur und Produzent Jonas Grosch und seiner Schwester Katharina Wackernagel, Koproduzentin und Hauptdarstellerin. Ihre Rolle: die Journalistin Susi Q, die mit ihrem besten Freund Mark (Sebastian Schwarz) bloggend durch die Welt reist, Mitte 30, doch noch immer nicht recht erwachsen, während Mark mit seiner neuen Freundin plötzlich sesshaft werden will. Seit Ende Januar wird in Berlin gedreht, am kommenden Wochenende soll laut Plan alles im Kasten sein.

So weit ist man im Studio Babelsberg mit den anstehenden Großprojekten noch nicht, freut sich jetzt erst mal über den Jurybären für „The Great Budapest Hotel“ und verkündet, man habe „im Rahmen der Berlinale aussichtsreiche Verhandlungen mit internationalen Produzenten zu zukünftigen Filmprojekten geführt“. Aber Vorbereitungen für neue Drehs laufen längst, so für „Passengers“, einen Science-Fiction-Film mit Keanu Reeves, den das Medienboard Berlin- Brandenburg mit einer Million Euro unterstützt. Reeves spielt einen Weltraumkolonisten, der mit 5000 anderen schlafenden Passagieren einer neuen Welt entgegenreist, zu früh aufwacht und zwecks Unterhaltung eine Mitreisende aufweckt – gespielt von Rachel McAdams. In der Marlene-Dietrich-Halle ist das Raumschiff bereits gelandet. Regie führt der Ire Brian Kirk, der sich mit US-Fernsehserien seine Meriten verdient hat und jetzt erstmals fürs Kino dreht.

Steht Babelsberg hier im Zentrum, ist es an „Die Tribute von Panem“ nur beteiligt. „Wir können bestätigen, dass wir an Teil 3 und 4 mitwirken“, erklärte kürzlich Studiovorstand Carl L. Woebcken. Man habe die US-Filmcrew auch deshalb herlocken können, „weil wir hier in Brandenburg ein fantastisches Motiv gefunden haben“. Was für ein toller Drehort das ist, verschwieg Woebcken. Weitere Drehorte für „Panem 3“, mit Jennifer Lawrence in der Hauptrolle, sind etwa Atlanta und Boston, geplanter Kinostart ist Ende November. In dem Film werden auch Julianne Moore und Woody Harrelson zu sehen sein, ebenso der kürzlich gestorbene Philip Seymour Hoffman, dessen Szenen weitgehend abgedreht gewesen sein sollen.

Im März kehrt schließlich Tom Hanks nach Babelsberg zurück, einem der Hauptdrehorte von Tom Tykwers Projekt „Ein Hologramm für den König“, seiner Verfilmung des Romans von Dave Eggers. Hanks spielt einen gescheiterten US-Geschäftsmann, der in einem arabischen Wüstenland einen letzten Coup landen will: ein riesiges Wirtschaftszentrum, das er dem längst desinteressierten König mit einem Hologramm vorführen will.

Bis diese Filme ins Kino gelangen, vergeht noch einige Zeit. Andere sind da weiter: An diesem Montag wird für „Der Rücktritt“ im International der rote Teppich ausgerollt, Kinopremiere des Sat-1-Films um Christian Wulff, mit Kai Wiesinger und Anja Kling. Und am 1. März lädt Detlev Buck in die Kulturbrauerei, zu „Bibi & Tina“.

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